Monumentalfilm: Die Geschichte des Kampfes um Troja - ein Kampf zwischen Griechen und Trojanern, ein Kampf zwischen Helden und Göttern. Die Wirkung dieses Epos blieb über die Jahrtausende ungebrochen...
Inhalt
Immer schon haben die Menschen Kriege geführt. Manche wollten Macht, manche Ruhm oder Ehre - andere wollten Liebe. Im alten Griechenland provozierte die Leidenschaft eines der legendärsten Lebenspaare aller Zeiten jenen Krieg, der eine ganze Zivilisation in den Untergang stürzen wird: Paris, der Prinz von Troja, raubt Königin Helena ihrem Mann, dem König Menelaos von Sparta - eine Beleidigung, die der König nicht hinnehmen kann. Die Sippenehre gebietet: Wenn Menelaos provoziert wird, trifft die Provokation auch seinen Bruder Agamemmon, den mächtigen König von Mykene, der alsbald die starken Stämme Griechenlands zusammenruft, um Helena seinerseits den Trojanern zu rauben und so die Ehre seines Bruders wiederherzustellen.Doch in Wahrheit schiebt Agamemnon die Familienehre nur vor - tatsächlich ist seine immense Habgier das Hauptmotiv: Er muß Troja unterwerfen, wenn er die Vorherrschaft seines bereits riesigen Reiches sichern will. In der von Mauern bewehrten Stadt regiert König Priamos, verteidigt wird sie vom gewaltigen Prinz Hektor: Diese Festung hatte bisher allen feindlichen Angriffen widerstanden.Ob Troja siegt oder fällt, hängt nur von einem einzigen Mann ab: Achilles (Brad Pitt)- er gilt als der größte Krieger seiner Zeit.Achilles ist arrogant, rebellisch und schier unüberwindlich - er nimmt für niemanden Partei, ihn interessiert allein sein eigener Ruhm. Weil er als Held unbedingt unsterblich werden will, entschließt er sich für Agamemnon gegen die Tore Trojas zu stürmen - doch letztlich ist es die Liebe, die sein Schicksal besiegeln wird.In der Neuverfilmung des antiken Stoffes spielt Brad Pitt den griechischen Halbgott Achilles. Regie führt Wolfgang Petersen. Den Part von Achilles' Mutter Thetis übernimmt Julie Christie. Peter O'Toole spielt den König von Troja. Eric Bana und Orlando Bloom wirken ebenfalls mit.
DVD-Informationen
Medium: UMD
Anzahl Medien: 0
Regionalcode: 2
Verkaufsstart: 07.04.2006
Anbieter/Label: Warner Home Video
EAN: 7321921813054
Filmlänge: 156 Min.
Medien-Typ: UMD
Bildformat: 16:9, 2,40:1
Tonformat: Dolby Digital Stereo 2.0
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch, Schwedisch
Extras: Bildergalerie, Dokumentation, Trailer, "Von den Ruinen zur Realität": erforscht die Geschichte hinter dem Produktions-Design, "Troja - eine Odyssee der Effekte": enthüllt die Geheimnisse der wunderbaren Spezial Effekte
Film-Kritik
Dieser Pressespiegel wird präsentiert von www.angelaufen.deTroja (Troy) USA 2004 R: Wolfgang Petersen D: Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger, Brian Cox, Sean Bean, Brendan Gleeson, Peter O'Toole, Saffron Burrows, Rose Byrne, Julie Christie, Garrett Hedlund offizielle HomepageWolfgang Petersen hat mit viel Geld Homers Ilias verfilmt, wobei er Mut zu Lücke und Abwandlung hatte und auch Anleihen aus der Odyssee übernahm. Die Götter, bei Homer noch gewissermaßen handelnde Personen, tauchen nur in den Dialogen der Menschen auf. Laut Blickpunkt:Film sei der Film ein "ein gewaltiges Epos an Pathos und Posen", das trotz "der Herrschaft der Bilder auch das Wort" pflege. Schauspielerisch überzeugen könne vor allem die Riege aus britischen und irischen Theaterschauspielern um Peter O'Toole. Brad Pitt als eingensinniger Halbgott Achilles "überzeugt vor allem als körperliches Gesamtkunstwerk, als Harmonie von Genetik und Athletik". Letztlich könne man das Konzept akzeptieren "die Eitelkeit des Halbgotts auch in seiner Inszenierung zu spiegeln." Trotz einiger Schwächen habe Petersen einen "spektakulären Film" gedreht.Fritz Göttler (Süddeutsche Zeitung) macht sich ein bischen Sorgen um den armen Aischylos dessen Dramen sich vornehmlich um das Haus Agamemnons drehten und diesem wird im Film ein Tod angedichtet, der diese Dramen obsolet mache. Der Film hat ihm nicht sehr gut gefallen. Der Film zeige "in starken Close-ups (...) Kämpfe Mann gegen Mann", habe aber "dazwischen (...) keine Halbtotalen oder Halbnah-Einstellungen, die vermitteln könnten zwischen den Individuen und dem Gemetzel, die einen Eindruck geben könnten, wie aus dem einzelnen Ereignis sich ein Mythos entwickelt." Nur in wenigen gefühlvollen Szenen werde der Film " lebendig".Peter Zander (Die Welt) beschwert sich darüber, dass Achill nicht schwul sei (Patroklos und so..), das hätte man "sich im 21. Jahrhundert ruhig mal trauen können." (Aber auch müssen?) Eine gewisse Aktualität habe der Film, der Streit um Helena werde als "reiner Vorwand enttarnt.(...) Die finsteren Machtgelüste des Agamemnon, die Allianz gegen das Böse, zu dem er die Vereinten Nationen, pardon: Königreiche zwingt, das lässt einen natürlich an George W. Bush denken." Ein Antikriegsfilm werde daraus noch lange nicht. "Troja, das sind 200 Millionen, die man in den Bildern kaum sieht. Ein Sandalenfilm, der von wenigen (nicht immer gelungenen) Spezialeffekten abgesehen, kaum neuer aussieht als Der Untergang von Troja aus dem Jahr 1956. Über diesen Achill wird in tausend Jahren keiner mehr sprechen."Oilver Rahayel vom Filmdienst schreibt Petersen verschenke fast alle interessanten Aspekte des Epos. Einzig die Szenen um Achilles den "Außenseiter" und "Einzelkämpfer" mit seiner "Männerfreundfeindschaft" mit Agamemnon konnten ihn etwas überzeugen. Davon abgesehen herrscht bei ihm Enttäuschung vor: "Es ist der Mangel an Magie, an Bildeinfällen, an Visionen, überhaupt an irgend einer Haltung zum Geschehen, die den Film auf Distanz hält und mit ihm - über die gesamte Laufzeit von immerhin rund zweieinhalb Stunden - praktisch alle Figuren."Marco Stahlhut von der taz fand eigentlich nur die gutaussehenden nackten Männer sehenswert. Selbst von Helenas (Diane Kruger) Aussehen war er enttäuscht, ihre Schönheit sei "so unzweifelhaft wie fade". Allerdings müsse Brad Pitt aufpassen: "Vom Oberweitenwunder zum Bimbo ist auch bei Männern nur ein kleiner Schritt und Anfang vierzig nicht das beste Alter, ihn zu tun." Ausser der "digitalen Bildbearbeitung" habe der Film nichts Neues zu bieten und die wirke "hier nicht als kultureller Fortschritt, sondern als stupiditätsverstärkender Effekt zur Aufblähung von Massenszenen." Die "bedeutungsschwer wabernden Filmmusik" könne wie der ganze Film aus den 50ern stammen und es gebe insgesamt "keine einzige erinnerungswürdige Szene".Der Spiegel, die Welt und die Süddeutsche Zeitung haben mit Wolfgang Petersen gesprochen. Weitere Pressespiegel: www.angelaufen.de Kritik 1: Old Hollywood und die FrauenWer hat da an der Uhr gedreht? "Troja", Wolfgang Petersens 162 Minuten langer Historienschinken über Liebe und Leidenschaft, Ehre, Macht und Ruhm ist eine Zeitreise - allerdings nicht zurück ins alte Griechenland sondern ins opulente Breitwand-Hollywood der 50er- und 60er-Jahre. Nur ein Detail hat Petersen geändert: seine Leinwandschönheiten sind männlich.Von Rico Pfirstinger"Frauen machen alles komplizierter", resümiert ein weiser Krieger angesichts des nahenden Duells zwischen dem griechischen Söldner Achilles (Brad Pitt) und seinem trojanischen Gegner Hector (Eric Bana aus "Hulk"). Tatsächlich sind in "Troja" stets die Frauen Ursache von unbedachten Handlungen, die konsequent in Elend, Krieg und Massensterben münden. Da verliebt sich etwa Schönling Paris alias Orlando Bloom, seines Zeichens Prinz von Troja, unsterblich in Helena von Sparta (Diane Kruger), sodass er die attraktive Königsgattin kurzerhand mit nach Troja nimmt. Kidnapping nennt man sowas heutzutage, und Spartas gehörnter König Menelaos (Brendan Gleeson) ist darüber so erbost, dass er sich seinem machthungrigen Bruder Agamemnon (Brian Cox) anvertraut. Der nützt die Gelegenheit als Vorwand, um alle Stämme gegen Troja zu vereinigen und den Stadtstaat mit der griechischen Armada anzugreifen. Mit von der Partie ist der als unbesiegbar geltende Krieger Achilles, der sich vom Kampf um Troja die Unsterblichkeit in den Geschichtsbüchern erhofft. Achilles' Weg auf den historischen Olymp führt jedoch über Paris' Bruder Hector, der die Stadt im Auftrag seines Vaters König Priamos (Peter O'Toole) vor den Griechen verteidigt - und dessen Cousine Briseis (Rose Byrne) Achilles den Kopf verdreht. Das hübsche Fräulein ist, na klar, letztlich des Helden Untergang.Dass Hollywoods Leinwandstars gerne mit Wolfgang Petersen zusammenarbeiten, hat angeblich einen simplen Grund: "Ich rücke meine Hauptdarsteller stets ins allerbeste Licht", lobte sich der Emdener vor ein paar Jahren gegenüber einer Journalistenrunde, "und die Stars wissen das genau." Dabei fällt auf: Petersens Zugpferde sind ausnahmslos männlich. Nach Clint Eastwood ("In the Line of Fire"), Dustin Hoffman ("Outbreak"), Harrison Ford ("Air Force One") und George Clooney ("Der Sturm") kommt nun Brad Pitt in den Genuss der schmeichelhaften Superstarbehandlung. Und Petersen übertrifft sich diesmal sogar selbst. Sein "Troja" ist nämlich gar keine Zeitreise zurück ins alte Griechenland von 1200 v. Chr., sondern knüpft vielmehr direkt am Technicolor-Hollywood der 50er- und 60er-Jahre an, als opulente Breitwandepen die Kinopaläste füllten. Kurzum: Der Regisseur vergöttert seine exquisit herausgeputzten Helden in der Tradition von Leinwanddiven wie Deborah Kerr ("Quo Vadis"), Liz Taylor ("Cleopatra") und Sophia Loren ("Der Untergang des römischen Reiches").In Sachen Buchvorlage - immerhin Homers "Ilias" - nahmen sich die Filmemacher dementsprechend große Freiheiten heraus. So verkürzten sie die viele Jahre dauernde Belagerung von Troja auf wenige Wochen, verbogen den eigentlich bisexuellen Achilles zum radikalen Frauenhelden und verzichteten auf die Präsenz der Götter, die in Homers ellenlangem Epos ja die eigentliche Triebkraft sind. Das Ergebnis ist ein sehr konventioneller, handwerklich aber in jeder Hinsicht souverän gemachter Kostümschinken mit den typischen Merkmalen eines "Old Hollywood"-Sandalenfilms: Schlachtengetümmel, Pathos, Überlänge - und natürlich schöne Menschen. Mit der tatsächlichen Geschichte hat das Ganze zwar nicht viel zu tun, doch immerhin ist "Troja", anders als etwa "Van Helsing", ein Entwurf aus einem Guss. Ob seine Form dem Kinopublikum gefällt, ist eine ganz andere Frage.