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Autobahn Ost (2004)

Doku: Gerd Kroske begibt sich 15 Jahre nach der Wiedervereinigung auf Spurensuche: Das ostdeutsche Autobahnnetz mit seiner langen Tradition von den 30er Jahren bis in die heutige Gegenwart hinein bietet eine Chance...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Gerd Kroske begibt sich 15 Jahre nach der Wiedervereinigung auf Spurensuche: Das ostdeutsche Autobahnnetz mit seiner langen Tradition von den 30er Jahren bis in die heutige Gegenwart hinein bietet eine nicht alltägliche Chance, den wechselvollen Lauf (ost-)deutscher Geschichte nachzuzeichnen.Die historischen Vorläufer der Autobahn Ost sind die schon in den 30er Jahren konzipierten und streckenweise ausgebauten Reichsautobahnen. Nach der Teilung Deutschlands in der DDR neu geplante Strecken (z.B. Berlin-Rostock und Leipzig-Dresden) wurden aufgrund deutsch-deutscher Grenzziehungen (sprich: Mauerbau) erst Jahre später realisiert. Fehlende Baumaterialien und überzogene, nicht durchführbare Jahrespläne für die Baukombinate sorgten für weitere Verzögerungen. Erst nach der Wende kommt eine bis heute andauernde Modernisierung der Strecken zustande, die nicht zuletzt den Abriß alter deutsch-deutscher Grenzübergänge mit sich bringt.Die ehemaligen Transit-Strecken zwischen Ost- und Westdeutschland waren nur für Reisende der Bundesrepublik und den Berufsverkehr befahrbar. Fluchtversuche von DDR-Bürgern, Operationen professioneller Schleusergruppen und die Observation verdächtiger Autos seitens der Transit-Polizei waren an der Tagesordnung. Hinzu kamen große und kleine Bestechungen der diensttuenden Polizisten durch viele, die sich beim Grenzübergang Privilegien erhofften. Die Transit-Polizei ihrerseits wurde durch das Ministerium für Staatssicherheit kontrolliert. Kroske gelangt über diese Themen zu generellen Überlegungen in Bezug auf die deutsche Vergangenheit. Der gemeinschaftliche Wiederaufbau der Hirschberger Saalebrücke in den 60er Jahren – von der Wehrmacht 1945 teilweise gesprengt und noch mit Reichsadler und Hakenkreuz versehen – kann durchaus als ein Prüfstein ost- und westdeutscher Beziehungen gesehen werden. Dabei ließ sich die DDR den Bau der Grenzübergänge ganze 30 Millionen Mark kosten, während die BRD für den Wiederaufbau der Brücke lediglich 5,5 Millionen DM beisteuern mußte. Die bekannte "Autobahn-Eiche", welche als deutsch-nationales Symbol und einziger Baum auf der Autobahn schon von Beginn an zwischen zwei Fahrspuren in Ost-West-Ausrichtung (am km 87 auf dem südlichen Berliner Ring) eingeklemmt war, höhlte im Verlauf der Jahre immer mehr aus und mußte zuletzt doch gefällt werden. Ihr Schicksal ist ebenfalls ein durchgängiges Motiv der Dokumentation und zeugt in seiner Darstellung von Vergänglichkeit.

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Land: Deutschland
Jahr: 2004
Genre: Dokumentation
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 04.11.2004
Regie: Gerd Kroske
Darsteller: Torsten Wachholz, Manfred Mädchen, Hans-Werner Schmidt
Verleih: Real Fiction




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