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Effi Briest (2008)

Neu.Adaption von Theodor Fontanes "Effi Briest", inszeniert von Hermine Huntgeburth, mit Julia Jentsch und Sebastian Koch: Die junge Effi wird mit Baron Instetten, dem gefühlsarmen, ehemaligen Verehrer ihrer Mutter verheiratet. Neuen Schwung erhält ihr eintöniges Leben erst durch eine Affäre mit Major Crampas, einem Regimentskameraden ihres MannesUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im preußischen Herrenhaus Hohen-Cremmen, dem Sitz der Familie von Briest, findet ein Ball statt. Im festlich geschmückten Saal tanzt die ungestühme siebzehnjährige Effi (JULIA
JENTSCH) ausgelassen mit ihrem Vetter Dagobert (MIRKO LANG). Effis Mutter, Luise von Briest (JULIANE KÖHLER), ist beim Walzer vereint mit ihrem alten Verehrer Geert von Innstetten (SEBASTIAN KOCH) und der alte Briest, ein robuster Mann über fünfzig (THOMAS THIEME), schwenkt, leicht alkoholisiert, Effis Freundin Hulda über den Tanzboden. Man amüsiert sich. Und ganz beiläufig fädelt Luise von Briest an diesem Abend die erste Begegnung zwischen ihrer Tochter und Baron Innstetten ein.
Nur wenig später besucht Innstetten erneut Hohen-Cremmen und hält bei Effis Vater um die Hand der Tochter an. Effi, wildes Mädchen, doch auch folgsame Tochter, willigt ein und zieht nach der Hochzeit als Baronin Innstetten an den Ostsee-Küstenort Kessin.

Doch in Kessin erwartet Effi ein Leben, das mit den Träumen und Erwartungen einer jungen Frau nichts gemein hat. Ein finsteres Haus, das einst einem englischen
Kapitän gehörte und nicht nur über ein monströses Mobiliar verfügt, sondern offenbar auch düstere Geheimnisse birgt. Innstetten gefällt sich in Andeutungen vom Spuk um
einen ertrunkenen Chinesen, dessen Grab in den Dünen liegt. Glaubt er selbst daran oder will er seine junge Frau gefügig halten?
Der alte Apotheker Gieshübler (RÜDIGER VOGLER) ist der einzige, der Effi liebevoll und aufmerksam beobachtet und ihr Unglück durchschaut. Als Effi eine Tochter bekommt, übergibt sie Annie, den Konventionen entsprechend, weitgehend der Obhut der Kinderfrau Roswitha (MARGARITA BROICH).

„Eine gute Nachricht“ sei es, meint Innstetten, dass sein alter Regimentskamerad Major Crampas (MIŠEL MATIČEVIĆ) nach Kessin übersiedle. Er ahnt nicht, dass Effi dem Charme Crampas erliegen wird, nicht zuletzt, weil sie endlich wieder das wilde Mädchen sein darf, das die Gefahr liebt. Zum erstenmal empfindet Effi Leidenschaft für einen Mann. Doch mehr als eine Affäre kann diese heimliche Liebe zu Crampas nicht sein. Rettung naht als Instetten nach Berlin ins Ministerium berufen wird. Effi verlässt mit ihm und ihrer Tochter Annie Kessin und damit auch Crampas. In Berlin beginnt für sie ein neues Leben. Crampas ist fern. Es lebt sich leichter mit Innstetten in der Berliner Gesellschaft. Doch Effis Gesundheit ist nicht stabil. Als sie nach einer Kur ihre Eltern in Hohen-Cremmen besucht, sechs Jahre sind inzwischen vergangen, findet Innstetten in Berlin durch Zufall die Briefe, die Crampas einst an Effi schrieb...

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EFFIEFFIEffi (Julia Jentsch) beginnt eine Affäre mit Major...evic)Julia JentschEffis Mutter Luise (Juliane Köhler) hat eine...Koch)Geert (Sebastian Koch) und Effi (Julia Jentsch) nach...hzeit

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Drama, Historie
Länge: 118 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 12.02.2009
Regie: Hermine Huntgeburth
Darsteller: Mirko Lang, Sunnyi Melles, Ludwig Blochberger
Verleih: Constantin Film

ZusatzinformationAlles anzeigen

Das historische Vorbild zu Fontanes "Effi Briest"

Elisabeth (genannt Else) Freiin von Plotho wurde am 26.10.1853 auf dem elterlichen
Gut [...mehr] Zerben an der Elbe geboren. Sie war das jüngste von fünf Kindern und wuchs
wild und eigenwillig auf. Mit zwanzig heiratete sie, nachdem sie seine Werbung
zunächst abgelehnt hatte, den Fähnrich Armand Leon von Ardenne. Das Paar lebte
zunächst in Berlin. 1881 wurde Ardenne als Rittmeister und Eskadronchef nach
Düsseldorf versetzt. Dort lernte Else den Amtsrichter Emil Hartwich kennen, der
Hobby-Maler und ein fanatischer Verfechter körperlicher Ertüchtigung war. Die
Liebesgeschichte zwischen Else und Hartwich wurde von Armand von Ardenne
entdeckt, als dieser sich, Argwohn schöpfend, mittels eines Nachschlüssels die
Briefe verschaffte, die Hartwich an Else geschrieben hatte. Am 27. November 1886
fand das Duell zwischen Ardenne und Hartwich statt. Hartwich schoss in die Luft,
Ardenne traf Hartwich in den Unterleib. Hartwich starb am 1. Dezember 1886. Es war
das letzte bekannt gewordene Duell in Deutschland.
Else von Ardenne lebte bis zum 5. Februar 1952, zuletzt in Lindau am Bodensee. Ihr
Tod wurde in der Lindauer Zeitung vom 6. Februar 1952 gemeldet: „Die älteste
Lindauerin, Elisabeth von Ardenne, ist am Montag im 99. Lebensjahr gestorben.“

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