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Zum Video: Stephan NadelÖhr

Stephan@NadelÖhr (2004)

Stephan@NadelÖhr.Zürich

Stephan sucht Gehör. Er schreibt ein Mail in die Zeitung. Sie liest es, schreibt zurück; er erzählt ihr sein Leben: Heroin und Kokain sind besser als der beste Sex, sagt er. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Vom Junkie wird er zum Treuhänder, vom Treuhänder zum ...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Zürich, anfangs der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Kameras der Welt richteten sich auf den Schandfleck der sonst so sauberen Schweiz: den „Needle Park“, die offene Drogenszene auf dem Platzspitz. Vor den Augen der Passanten – Touristen, Geschäftsleute, Frauen mit Kindern – hauten sich mehrere hundert, meist junge Menschen, Spritzen in blutverschmierte, vereiterte Venen und dealten in Gegenwart der Polizei. Stephan war einer von ihnen. Er spritzte alles, was das Zeug hielt. Heroin war für ihn wie eine Mutter, die ihn umarmte, und Kokain wie der Vater, der ihm Mut gab. Ein Ersatz für das, was er nie hatte.
10 Jahre später: Die Regisseurin Gaby Schädler lernt den heute 33jährigen Stephan als Treuhänder und aufgestellten, charmanten, verantwortungsvollen Mann kennen. Per Zufall stösst sie in der Folge auf Videomaterial, das Stephan als Junkie in schlimmem Zustand zeigt. Die Filmemacherin beschliesst, seine Geschichte zu erzählen. Sie begleitet den Ex-Junkie während eines Jahres mit der Kamera. Stephan spricht über Drogen, Rausch, Entzug, so intelligent und offen, wie wir es noch nie gehört haben. Aber auch über die Schwierigkeiten des Lebens danach, die Angst vor der Normalität. Er findet nach wie vor Drogen “etwas vom Geilsten, das es gibt, geiler als der beste Sex“. Und – er muss es noch prompt einmal wissen: Die Kamera wird Zeugin eines vorübergehenden Rückfalls und der Reue danach. Zum Glück geschieht dies in Zürich, der Stadt, die gelernt hat, mit ihren Süchtigen umzugehen.
Es entsteht ein sehr einfühlsames, lebendiges und witziges Portait über einen, der es geschafft hat. Ein Film auch zur Prävention, weil er ungeschminkt die ganze Wahrheit erzählt.

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Land: Schweiz
Jahr: 2004
Genre: Dokumentation
Länge: 52 Minuten
Kinostart: Kein deutscher Kinostart
Regie: Gaby Schaedler

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