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Ein proletarisches Wintermärchen (2014)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Drei junge Georgier sollen im Auftrag eines Gebäudereinigungsunternehmens ein Berliner Schloss putzen, in dem am Abend eine Sammlung zeitgenössischer Kunst eines deutschen Rüstungsunternehmens präsentiert werden soll. Bei diesem Anlass ist das Proletariat natürlich unerwünscht und wird in eine Dachkammer verbannt. Unten jedoch lockt ein köstliches Buffet – warum sich nicht einfach über dieses ungerechte Ausgangsverbot hinwegsetzen, die räumlichen Demarkationslinien der Klassengesellschaft übertreten? Und überhaupt, begann die französische Revolution nicht auch mit einem Stück Torte? Indem sie sich wild fabulierende Geschichten erzählen, die von Abenteuern des heiligen Franz von Assisi bis zu einer spiritistischen Séance in der Sowjetunion reichen, versuchen die Drei, eine Antwort auf die Fragen zu finden, ob sich Klassenverhältnisse überwinden lassen, wo doch alle überlieferten Geschichten dagegen sprechen – während sie ganz nebenbei mit nahezu messianischer Faulheit eigensinnigen Wolken, neoliberalen Arbeitsverhältnissen, den letzten hórvathschen Kleinbürgern und den Akteuren einer wirren spätkapitalistischen Verschwörung trotzen. Ein proletarisches Wintermärchen, eben.

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Komödie
Länge: 64 Minuten
Regie: Julian Radlmaier
Darsteller: Natja Bakhtadze, Aleksandre Koberidze, Sandro Koberidze




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