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Sword Art Online: Ordinal Scale
Sword Art Online: Ordinal Scale
© Peppermint Anime

Kritik: Sword Art Online: Ordinal Scale (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die japanische TV-Serie "Sword Art Online" hat es in der weltweiten Anime-Fangemeinde zu großer Beliebtheit gebracht. Sie basiert auf einer Buchserie von Reki Kawahara, der nun auch am ersten Kinofilm des um Videospiele und Mangas erweiterten Franchises beteiligt ist. Er verfasste gemeinsam mit Regisseur Tomohiko Ito, der bereits die TV-Serie inszenierte, das Drehbuch. Die neue Geschichte spielt ebenfalls in der Zukunft und verläuft alternierend auf verschiedenen Ebenen von Realität und Online-Gamewelt. Obwohl es am Anfang einen Überblick auf die Vorgeschichte von Kirito, Asuna und den anderen Überlebenden des tödlichen "Sword Art Online"-Spiels gibt, wird es Außenstehenden nicht leicht fallen, sich in diesem Universum zurechtzufinden. Technische Ausdrücke fliegen einem nur so um die Ohren, während das optische Design der flotten Handlung beeindruckt.

Die jungen Protagonisten sind Schüler, die sich unglaublich begeistern können für Stars wie die silberhaarige Yuna. Das Mädchen tritt bei den Partien des Spiels "Ordinal Scale" auf und bringt die Fans und Teilnehmer mit ihren Songs in Stimmung. Außerdem kürt sie die Sieger. Was dem neuartigen Spiel außerdem Zugkraft verleiht, sind die Preise, die den Teilnehmern winken, wie Rabatten und kostenlose Speisen in Lokalen. Diese hoch artifiziell anmutende Konsumwelt der Spielfans mag je nach individueller Verortung jugendtypisch und modern, oder eher befremdlich bis satirisch angehaucht wirken. Zentral für die Identität dieser Schülergeneration sind die eigentlich imaginären Abenteuer in der Online-Welt, die sich aber längst, dank des technischen Fortschritt, mit der Wirklichkeit vermischen.

Es wird viel und schnell geredet, so dass der Film auch zum kognitiven Leistungstest gerät. Aber diese merkwürdige Erlebniswelt, in die er entführt, ist optisch wunderbar gestaltet. Die scharf konturierten Figuren, das farbenfrohe Design mit den fließenden Hintergründen und die unbändige Fantasie beim Erschaffen von Monsterwesen, die es im Spiel zu bekämpfen gilt, beeindrucken. Alles wirkt sehr stylisch. Die Actionszenen haben eine hohe Bewegungsenergie, muten wie sorgsam durchkomponierte Performancekunst an. Man bekommt einen lebhaften Eindruck davon, warum das Anime-Genre so eine Frische und Anziehungskraft besitzt.

Fazit: Das Universum der japanischen "Sword Art Online"-Bücher, -Fernsehserie, -Mangas und -Videospiele wird um einen Kinofilm erweitert, der die beliebten Protagonisten Kirito und Asuna in ein neues Gamer-Abenteuer führt. Die flotte, in der Zukunft spielende Handlung zelebriert den technischen Fortschritt beim Kombinieren von virtueller und realer Welt. Die Geschichte ist nicht nur reich an Action, sondern auch an Insidergesprächen, was sie für Uneingeweihte recht anstrengend werden lässt. Aber die visuelle Gestaltung des Animes beeindruckt mit ihrer Qualität und ihrem künstlerischen Design.





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