Wiederaufführung des deutschen Kinohits 2001. Diesmal lockt Michael "Bully" Herbig mit einigen zusätzlichen Szenen in einer Extra-Länge von acht Minuten...
Inhalt
Der Apachenhäuptling Abahachi hat vom Geschäftsmann Santa Maria ein Lokal gekauft, damit sein Stamm endlich auch über ein Stamm-Lokal verfügt. Als Abahachi und sein Blutsbruder Ranger bei der Übergabe des Lokal feststellen, dass sie von Santa Maria hinterlistig hereingelegt worden sind, kommt es zum Eklat: Santa Maria erschießt den Sohn des Schoschonenhäuptlings Listiger Lurch, bei dem Abahachi einen Kredit aufgenommen hatte. Listiger Lurch will nun Abahachi und Ranger in die ewigen Jagdgründe schicken. Ihre einzige Hoffnung ist ein Schatz: Der Schuh des Manitu!
Dies könnte die Komödie des Sommers 2001
werden. Nachdem Michael "Bully" Herbig mit
"Erkan und Stefan" bereits das Agentengenre
parodiert hat, wird jetzt in seinem zweiten
Kinofilm der Western gnadenlos aufs Korn
genommen.
Herausgekommen ist eine herrliche Parodie,
bei der kein Klischee ausgelassen wird. "Der
Schuh des Manitu" hat alles was ein Western
braucht: Blutsbrüder, finstere Ganoven,
Saloons, eine Eisenbahnstrecke, Bardamen
und natürlich eine Schatzkarte! Das alles
wurde übrigens originalgetreu im "echten"
wilden Westen Sergio Leones gedreht: in
Spanien!
Filmlegenden werden hier nicht beklaut,
sondern ironisch zitiert. Das beginnt mit der
Western-typischen Filmmusik. Auf der
Bildebene wird perfekt der typische
"Westernlook" hergestellt. Das alles
geschieht jedoch nur, um es anschließend
ironisch zu brechen.
"Spiel mir das Lied vom Tod", "Zwei glorreiche
Halunken" oder "Winnetou 1 – 3" sind nur
einige der zitierten Filme. Die Genres werden
teilweise auch recht wild vermischt. Dadurch
kann beispielsweise auch der berühmteste
Indianer zitiert werden: "Indianer Jones".
Bei diesem Film kommt beinah jeder auf
seine Kosten. Man muss weder Western-
noch Bullyparadenfan sein um über diesen
Film herzhaft lachen zu können. Nur völlig
humorlosen Menschen sei hier abgeraten.
Ein Tip zum Schluss: Die Kinobesucher die
(zumeist mit gezückten Handys oder
Zigaretten) fluchtartig beim ersten Wort des
Abspanns den Saal verlassen, werden eine
der lustigsten Szenen garantiert verpassen.
Diejenigen die bis zum Schluss ausharren
werden dagegen belohnt!