Das epische Abenteuer "Die vier Federn" von "Elizabeth"-Regisseur Shekhar Kapur basiert auf dem gleichnamigen Romanklassiker von A. E. W. Mason und beschreibt die Odyssee des jungen Soldaten Harry Feversham (Heath Ledger) um 1884...
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Das epische Abenteuer "Die vier Federn" von "Elizabeth"-Regisseur Shekhar Kapur basiert auf dem gleichnamigen Romanklassiker von A. E. W. Mason und beschreibt die Odyssee des jungen Soldaten Harry Feversham (Heath Ledger) um 1884, der als einer der besten Männer seines Regiments gilt und kurz vor der Hochzeit mit der schönen Ethne (Kate Hudson) steht. Als eine Armee sudanesischer Rebellen einen britischen Kolonialposten in Khartoum attackiert, soll Harrys Regiment nach Nordafrika geschickt werden - doch überwältigt von Unsicherheit und Selbstzweifeln legt er seinen Posten nieder. Die persönlichen Folgen sind verheerend. Sein Vater verstößt ihn, und seine Freunde senden ihm als Symbol vermeintlicher Feigheit vier weiße Federn - und selbst Ethne wendet sich verständnislos ab. Harry fällt zunächst in tiefe Isolation und erfährt später, dass sein ehemaliges Regiment unter Führung seines besten Freundes Jack (Wes Bentley) in der afrikanischen Wüste auf fast verlorenem Posten kämpft. Auf eigene Faust macht sich Harry auf den Weg nach Afrika, um seinen Freunden vielleicht doch noch zu helfen - wobei er sich selbst in unaufhörliche Gefahr begibt, denn selbst in der Maskierung eines Arabers kann er jederzeit als Spion enttarnt werden, während er für die Briten wie ein potenzieller Feind aussieht. Harrys einziger Mitstreiter ist der afrikanische Krieger Abou Fatma (Djimon Hounsou), der freilich auch nicht verhindern kann, dass sogar Harrys Tapferkeit tragische Resultate zeitigt. Denn während Armeen aufeinander prallen und sich Kulturen kreuzen, werden Harrys Opferbereitschaft und Tapferkeit auf ihre vielleicht schwerste Probe gestellt, als der Totgeglaubte von einer neuen Bindung zwischen seinem besten Freund Jack und seiner unvergessenen Verlobten Ethne erfährt.
8martin vom 23.08.2011 Ein echter Abenteuerfilm aus Englands kriegerischen Zeiten Ende des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist nicht nur Heath Ledger, der eindrucksvolle Kampfszenen hat und auch echte Mimik bring, sondern die Atmosphäre auf der Insel zur damaligen Zeit. Hier lehnt sich Regisseur Kapur eng an die Romanvorlage an. Und die kann Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Zwei Generationen beschäftigen sich mit dem Krieg. Die ?Alten Krieger? kommen mit viel Selbstbewusstsein, einer guten Portion Arroganz und jeder Menge Stolz daher, wobei der Standesdünkel eine große Rolle spielt. Die jungen Offiziere dagegen sind kraftstrotzend in ihrer Sturm und Drangphase, bisweilen albern und kindisch. Auch der übliche Hurrahpatriotismus kommt nicht zu kurz. Wenn da einer den Kriegsdienst verweigert, passt das überhaupt nicht ins Bild. Die Reaktionen der Gesellschaft darauf (Verachtung, Demütigung) sind das eigentliche Thema im Hintergrund. Man fragt sich, ist er schwul oder feige? Oder noch schlimmer etwa ein Pazifist? In diesen Chor der Gegenspieler reihen sich sein bester Freund (Wes Bentley) und seine Verlobte (Kate Hudson) ein, die in der Folgezeit zwischen den beiden Freunden steht. Die Lösung des Problems wird lange hinausgezögert, obwohl der Ausgang jedem längst klar ist. Doch bevor es zu diesem standesgemäßen Happy End kommt, gibt es noch überraschende Erkenntnisse: der Soldat kämpft nicht für Fahne und Vaterland, sondern für die Kameraden links und rechts von ihm. Wunderschöne Bilder aus der Wüste und ein stimmungsvolles Zeitbild.