Sequel zu DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER: Der Historiker Ben Gates (Nicolas Cage) versucht diesmal, die mysteriösen Umstände der Ermordung von Abraham Lincoln aufzuklären
Inhalt
Es hätte so ruhig und gemütlich sein können für Benjamin Franklin Gates (NICOLAS CAGE): Der Schatz der Tempelritter ist erobert – und auch die schöne Abigail Chase (DIANE KRUGER). Doch dann taucht plötzlich eine Seite des Tagebuchs von John Wilkes Booth auf, dem Mörder von US-Präsident Abraham Lincoln. Und laut diesem Schriftstück war Gates’ Ururgroßvater ein Mitverschwörer des Attentats. Prompt macht sich der Abenteurer auf, um seinen Vorfahren von dem ungeheuerlichen Vorwurf reinzuwaschen, und verfolgt eine Kette von Indizien rund um den Globus – von Washington nach Paris, vom Mount Rushmore über den Buckingham Palace in legendäre Heiligtümer. Sein Gegenspieler ist ein zwielichtiger Antiquitätenhändler (ED HARRIS). Aber zur Seite stehen ihm nicht nur Abigail (DIANE KRUGER) und sein bester Freund Riley Poole (JUSTIN BARTHA), sondern auch Vater (JON VOIGHT) und Mutter Gates (HELEN MIRREN). Und bald wird klar, dass es hier nicht nur um alte Manuskripte geht, sondern um einen neuen legendären Schatz, der alles Bekannte in den Schatten stellt.
Sequels sind stets mit Vorsicht zu genießen, sind sie doch oftmals bloße Aufwärmungen der bereits abgestandenen Filmbrühen. So auch hier, aber der Vorgänger, „Das Vermächtnis der Tempelritter“ kassierte einmal eben mondial runde 0 Millionen ein. Da fiel die Entscheidung für einen Nachfolger natürlich nicht allzu schwer…
Keine Frage, Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer („Fluch der Karibik“) ist ein absoluter Profi, wenn es darum geht, sein Publikum effektiv zu befriedigen. Und so auch hier. Sein komödiantisch verbrämtes Actionfeuerwerk ist mit witzigen Dialogen und dramaturgischem Tempo gespickter als ein Schweinebraten. Aber reicht das? Nicolas Cage macht als postmoderner "Indiana Jones"-Verschnitt wieder Hatz auf verborgene Schätze, und diesmal scheint alles noch vertrackter zu sein. Da gibt es wilde Jagden durch den Buckingham Palace und die Straßen Londons, Lincoln wird gemeuchelt, der andere entführt, geheimnisvolle Artefakte werden entdeckt, bei denen selbst Indiana Jones das Papyrus-Handtuch werfen würde. US-Geschichte einmal anders und sehr rasant in Szene gesetzt. Aber aufgereiht, ohne Tempolimit, dass es einem den Atem verschlägt. Ein bewährtes Rezeptionsrezept, das wieder heilen und funktionieren wird. Die beiden Infotainment-Epen wecken zweifelsohne das Interesse für amerikanische Geschichte, füllen historische Schauplätze mit neuem Leben und bereichern den Bürger obendrein mit patriotischem Stolz, ein faszinierendes Erbe zu besitzen. Darüber hinaus wird hier der kaschierte amerikanische Nationalsport, nämlich die Ahnenforschung, auf den Siedepunkt getrieben. Glücklicherweise mit leicht ironischen Untertönen. Ist doch die USA alles andere als eine homogene und geschichtsträchtige Nation, die auf 1000 Jahre Historie zurückblicken kann. Gerade das Suchen und Finden der nationalen Gründungsmythen hilft dann dabei, das ohnehin angeschlagene politische Selbstwertgefühl ein wenig zu definieren und zu eruieren.
Die tollkühnen und tollpatschig kühnen Höhenflüge des Drehbuchs schaden daher dem Kracher überhaupt nicht, sondern erhöhen kurzweiliges Kinovergnügen. Hier wird mit allen tricktechnischen Mitteln geklotzt, und man freut sich als Zuschauer mit, wenn Ben in einem uralten Stück Holz wieder ein verkompliziertes Rätsel entdeckt, dessen Lösung sehr logisch erscheint. Darin bestehen die hohen Weihen des Abenteuergenres: Den Betrachter ebenfalls auf einem dünnen Drahtseil schwanken zu lassen ohne sich und ihn abstürzen zu lassen. Ernsthaft und intensiv wird es hier in kurzen seligen Momenten: Wenn Patrick (Jon Voight) und seine Ex-Frau (Helen Mirren) sich wieder ein wenig nahe kommen. Da sieht man gerne zwei erfahrene und grandiose Mimen in zu kleinen Rollen sprachlos dabei zu, weil sie mit wenigen Worten und karger Mimik mehr Bedeutung und Charaktertiefe verströmen als die übrige Crew zusammen. Eben ein Popcorn-Movie mit viel Routine und wenig Profil.
A.G.wells vom 10.01.2008 Da sind sie ja alle wieder. Nämlich die Schauspieler, der Regisseur und der Produzent des „Vermächtnisses der Tempelritter“ aus dem Jahre 2004. Bereit zu neuen Abenteuern. Dieses Mal ist es ein kleines Stück Papier aus dem Tagebuch des Mörders John Wilkes [mehr] Booth, das die Sache ins Rollen bringt. Es geht um das Attentat auf Präsident Abraham Lincoln. Doch der Reihe nach.
Im Jahre 1865 wird ein Vorfahre des Schatzsuchers Benjamin Franklin Gates (NICOLAS CAGE) in das Attentat um Abraham Lincoln verwickelt. Jedenfalls behauptet dies der windige, zwielichtige Antiquitätenhändler Mitch Wilkinson(ED HARRIS). Als Beweis legt er ein angekohltes Blatt aus dem Tagebuch vor.
Jetzt fühlt sich Vater, Universitätsprofessor Patrick Gates (Jon Voight) und sein Sohn Ben in ihrer Familienehre gekränkt. Diese Schmach muss getilgt werden. Also stürzen sie sich beide mit ihren bereits bewährten Helfern in ein neues Abenteuer. Technikfreak Riley Poole (JUSTIN BARTHA) ist ebenso mit von der Partie wie Bens Frau Dr. Abigail Chase (DIANE KRUGER).
Jetzt geht es rund um den Erdball um dieses Geheimnis zu ergründen. Über Washington führt die Spur nach London. Dort im Buckinghampalast steht im Salon der Königin ein Schreibtisch der eine weitere Spur legt in das Ovaloffice des amerikanischen Präsidenten. Für unsere Truppe kein Problem.
Nacheinander werden alle Schwierigkeiten überwunden. Immer dicht gefolgt von Wilkinson und seinen Ganoven und dem FBI-Agenten Sadusky (Harvey Keitel). Das letzte Stück von diesem Puzzle befindet sich aber in einem geheimen Buch das alle Präsidenten der Vereinigten Staaten führen. Wird es Ben gelingen auch dieses Hindernis zu überwinden?
Eine rundherum gelungene Geschichte. Spannend erzählt und mit Aktion und Humor dargeboten. Eine Mischung aus Indiana Jones und James Bond. Mit einer hervorragenden Schauspielercrew die diesen Streifen zu einem besonderen Vergnügen werden lässt.
110 Minuten – ein Film mit hohem Unterhaltungswert.