US-Horror: In Barrow, Alaska ist in jedem Winter ein Monat lang Nacht - ein perfekter Zustand für Vampire. Nur Sheriff Eben (Josh Hartnett) und
seine Frau Stella (Melissa George) stellen sich den angriffslustigen Blutsaugern in
den Weg
Inhalt
Barrow, Alaska: Jedes Jahr im Winter bleibt es
in der abgeschiedenen Kleinstadt für einen Monat lang Nacht. Kein Tageslicht,
keine Sonne, nur Dunkelheit… 30 Tage lang. Es ist eine harte Zeit, in der die
meisten Einwohner ihre Heimat Richtung Süden verlassen.
Doch dieses Jahr wird es
noch schlimmer: Kaum sind die letzten Sonnenstrahlen am Horizont verschwunden,
kommt eine Gruppe geheimnisvoller Fremder auf der Suche nach Nahrung in die
Stadt. Und diese Nahrung sind die zurückgebliebenen Einwohner von Barrow, über
die die Neuankömmlinge regelrecht herfallen.
Sheriff Eben (Josh Hartnett) und
seine Frau Stella (Melissa George) stellen sich den angriffslustigen Vampiren in
den Weg, um die Einwohner von Barrow zu retten. Doch die Nacht ist noch lang und
die Zahl der Überlebenden wird immer geringer…
Gedreht nach der gleichnamigen
Comic-Serie von Steve Niles und Ben Templesmith spielt der
Vampirschocker „30 Days of Night“ in der Stadt Barrow in Alaska,
dem nördlichsten Außenposten der USA. Einmal im Jahr geht
hier für 30 Tage die Sonne unter und weil die Dauerdunkelheit,
im Zusammenspiel mit der ekligen Kälte, dann doch etwas viel
des Schlechten ist, verdrücken sich die meisten Einwohner
nachvollziehbarerweise für einen Monat in südlichere
Gefilde.
Die Grundidee von „30 Days of Night“
nutzt diese geographische Besonderheit: Eine wildgewordene Horde
Vampire fällt pünktlich nach dem letzten Sonnenuntergang
des Monats in das gottverlassene Kaff Barrow ein und nutzt die
30-tägige Dunkelheit, um die im Ort verbliebenen 150 Einwohner
genüsslich zu zerfetzen.
Jawohl, richtig gelesen, zerfetzen –
die Vampire in „30 Days of Night“ beißen nicht einfach
zärtlich in aufgeregt pochende Halsschlagadern, denn mit
versteckter Erotik à la Dracula haben diese Viecher nun
wirklich gar nichts am Hut. Vielmehr bereitet es ihnen ganz
offensichtlich ganz besondere Freude mit ihrem Essen zu spielen –
sprich, ihren Opfern den Kopf ab- und die Körper aufzureißen,
so dass das kostbare Blut lustig durch die Gegend spritzt. Den Kopf
abreißen ist denn auch für die anvisierten Opfer die
„einfachste“ Möglichkeit, ihre Gegner in die ewigen
Jagdgründe zu schicken.
Abgesehen von der kleinen Lehrstunde in
Sachen Gore verläuft der verständlicherweise ohne
Jugendfreigabe in die Kinos kommende Horrorstreifen allerdings
vergleichsweise konventionell – allein das Ende ist dann doch etwas
anders – besser - als erwartet.
Bei seiner Inszenierung hat Regisseur
David Spade freundlicherweise darauf geachtet, dass man als Zuschauer
nicht nur hören, sondern auch so einigermaßen sehen kann
was so vor sich geht. Auf wildeste Kamerazappeleien und Schnitte im
Zehntelsekunden-Takt wurde verzichtet, und anders als man bei dem
Titel erwarten könnte, ist das Licht zwar spärlich, aber
doch ausreichend vorhanden – düster ja, „pitch black“
nein.
Auch an den Darstellern gibt es nichts
zu meckern – Danny Huston gibt überzeugend den wirklich fiesen
Oberblutsauger Marlow, während Josh Hartnett und Melissa George
als entfremdetes, kurz vor der endgültigen Trennung stehendes
Ehepaar Eben und Stella Oleson sympathisch genug sind, um mitfiebern
zu lassen.
Insgesamt also ist „30 Days of Night“
zwar nicht der Riesenkracher, aber allemal gut für 2 Stunden
bluttriefende Unterhaltung.