Thriller mit Liam Neeson: Bryan Mills, ehemaliger Topagent, muss hilflos am Telefon mitanhören, wie seine Tochter auf Europareise in die Fänge von international operierenden Menschenhändlern gerät. Ihm bleiben 96 Stunden, um sie befreien, bevor sie für immer verschwindet
Inhalt
Bryan Mills (Liam Neeson), ehemaliger Topagent der Regierung, hat sich nach Los Angeles zurückgezogen, um in der Nähe seiner Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) und ihrer gemeinsamen Tochter Kim (Maggie Grace) zu wohnen. Vergeblich bemüht er sich um Kontakt zu der verwöhnten Siebzehnjährigen, die in einer Welt des Luxus lebt, seit Lenore einen reichen Geschäftsmann geheiratet hat.
Unter dem Druck von Leonore stimmt Bryan einer Europareise seiner Tochter zu. Kim fliegt mit ihrer Schulfreundin Amanda nach Paris, wo die beiden Teenager kurz nach ihrer Ankunft in die Fänge von Menschenhändlern gelangen, die systematisch die Aufenthaltsorte junger Touristinnen sondieren.Bryan muss das brutale Kidnapping am Telefon hilflos mit anhören. Ihm bleiben nur 96 Stunden, seine Tochter aus den Fängen der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien, bevor sie für immer verschwindet…
8martin vom 26.12.2011 Liam Neeson allein ist noch lange keine Garantie für gutes Kino. Hier schlägt er sich im wahrsten Sinne des Wortes als Bryan eineinhalb Stunden gegen die albanische Mafia durch. In pausenloser Action mit logischen Knacks wird munter drauflos gemordet, wohl weil der Zweck die Mittel heiligt. Das Killen und die Keilereien gehen so locker von der Hand, dass man aus dem Staunen gar nicht herauskommt bzw., weil die Story so ausgelutscht ist, doch abschaltet. Es sei denn man kann der schnellen Grazie des Tötens etwas abgewinnen oder sich an der formalen Schönheit ergötzen. Man sieht auch sonst nicht anderes. Blutige Nachforschungen nach dem Verbleib der Tochter. Auch der Aspekt, dass der verfolgende Rächer ja im Recht ist, wird nicht diskutiert sondern nur demonstriert. Das wirkt auf die Dauer hohl, eventuell selbstgerecht, blinder Aktionismus halt. Die meisten Figuren bleiben flach in ihrer Bedeutungslosigkeit. Kurz und knapp die Message des Originaltitels: ?Genommen?. Die haben ihm seine Tochter genommen, er nimmt vielen von ihnen dafür das Leben. Ein Kollateralschaden! Das ist Kientoplogik, gerechtfertigt durch den Unterhaltungswert. Ist das Leben wirklich so? Brauchen wir so einen mörderischen Thriller? Ungefähr so dringend wie ein achtes Loch im Kopf! K.V.
Omar vom 02.08.2009 Der geilste Film den ich je gesehen habe und ich kann diesen Film wirklich nur weiterempfehlen. Wer Action-Thriller liebt, für den ist dieser Film Pflichtprogramm also viel SPASS ;)
a.g.wells vom 08.01.2009 Der Regisseur Luc Besson („Im Rausch der Tiefe“, „Nikita“) verlegt sich immer mehr auf das Schreiben von Drehbüchern und die Produktion von Filmen („Transporter Trilogie“). Nach „Transporter 3“, der zurzeit in den Kinos angelaufen ist, kommt jetzt dieser Thriller auf die Leinwand.
„Ich habe keine Ahnung, wer Du bist. Ich weiß auch nicht, was Du willst. Wenn Du auf ein Lösegeld aus bist, muss ich Dich enttäuschen: Ich habe kein Geld. Was ich aber habe, sind ein paar ganz besonders ausgeprägte Fähigkeiten, die ich mir in einer langen Karriere in der Unterwelt zugelegt habe. Fähigkeiten, die mich für Leute wie Dich zu einem Albtraum machen. Wenn Du meine Tochter jetzt freilässt, soll’s das gewesen sein. Ich werde nicht nach Dir suchen, ich werde Dich nicht verfolgen. Aber wenn nicht, dann werde ich nach Dir suchen und ich werde Dich finden. Und ich werde Dich töten.“
Das ist die Kampfansage von Bryan Mills (Liam Neeson), ehemaliger Ermittler in Staatsdienst, an die Entführer seiner Tochter Kim (Maggie Grace). Zusammen mit ihrer Freundin sind sie in die Hände einer albanischen Bande geraten, die sich auf die Entführung junger Urlauberinnen spezialisiert hat.
Also auf nach Paris. In dem Appartment findet er das Handy seiner Tochter und das liefert ihm einen ersten Hinweis auf die Gangster. Von da an jagt er sie ohne Rücksicht auf Verluste quer durch die französische Hauptstadt. Zu Fuß, und da es ein Film von Luc Besson ist, natürlich auch mit mehreren Autojagden.
Das ist routiniert inszeniert, aber ohne groß in ein nach vollziehbares Drehbuch zu investieren. Nach dem Motto – ein Vater sieht rot – wird das runtergespult. Auch Gesetze finden keine Anwendung auf das Filmgeschehen. Hauptsache, es gibt viele Tote bis zur Rettung der jungen Dame.
Bei Liam Neeson hat man fast das Gefühl, er spielt sich seinen Frust für die Nichtnominierung als neuer James Bond von der Seele. Etwas Positives gibt es dennoch. Nach 85 Minuten hat man es überstanden.