filmfuzzy vom 22.09.2010"GOETHE"
Goethe hat's gut, ja der konnte reimen. So der Text in einem Lied von Rudi Carell in den 70igern. Doch ganz so einfach war es, wie es scheint, doch nicht. Das jedenfalls zeigt der Film über den jungen Goethe der demnächst in den Kinos anläuft.
1772 in Straßburg. Goethe (Alexander Fehling) ist 22 und Jurastudent. Doch lernen ist nicht seine Stärke. Viel lieber ist er unterwegs mit Wein, Weib und Gesang. So setzt er seine Doktorprüfung in den Sand.
Auch sein erstes Drama "Götz von Berlichingen" findet kein Gefallen bei seinem Verleger. So muß er sich dem Willen seines Vaters beugen und eine Stelle als Referendar beim Reichskammergericht in Wetzlar annehmen.
Sein strenger Vorgesetzter ist Gerichtsrat Kestner (Moritz Bleibtreu), der ihn mit jeder Menge Arbeit überhäuft. Doch Goethe übersteht alle Schikane und findet auch noch Zeit mit seinem Kollegen Jerusalem (Volker Bruch) sich amüsieren.
Dabei lernt er Lotte Buff (Miriam Stein) kennen und lieben. Auch sein Vorgesetzter Kestner ist heimlich verliebt in Lotte und will sie heiraten. Es kommt zur Konfrontation und endet in einem Duell.
Goethe wird daraufhin in den Kerker geworfen und dort schreibt er sich seinen Kummer von der Seele. "Die Leiden des jungen Werther". Das Manuskript schickt er an Lotte.
Eine Geschichte aus Wahrheit und Fiktion, die damit endet das Goethe mit diesem Roman der erste "Popstar" war. Ganz Europa war im "Werther Fieber".
Eine gelungene Umsetzung von Literatur. Mit hervorragenden Schauspielern und eine intelligenten Mischung aus Kostümfilm und digitaler Bearbeitung.
Sicher ein Muß für die Deutsch AG an den Gymnasien. Wobei sie nicht ganz so lange Leiden müssen wie der junge Werther.
99 Minuten - über die Sturm und Drangzeit des jungen Goethe.
Ab 14. Oktober 2010 im KINO.
A.G.Wells