filmfuzzy vom 30.08.2011?Conan ? 3D?
Einst begründete die erste Verfilmung von ?Conan der Barbar? (1982) den Filmruhm von Arnold Schwarzenegger. Jetzt hat sich Hollywood, mangels neuer Ideen, mit dem deutschen Regisseur Marcus Nispel, in einem Remake über diesen Filmstoff hergemacht. Dies vorweg ? mit diesem Machwerk wird niemand Filmruhn erlangen.
Conan (JASON MOMOA) auf dem Schlachtfeld geboren, muss mit ansehen wie das cimmerische Dorf von dem Warlord und Banditenführer
Khalar Zym (STEPHEN LANG) aus Hyboria angegriffen wird. Khalar nimmt Corin (RON PERLMAN) den Vater von Conan gefangen und tötet ihn. Conan schwört erbitterte Rache.
Zehn Jahre - inzwischen ist er zu der bekannten muskulösen Ikone herangewachsen. Mit seinem besten Freund, dem Piraten Artus, trinkt und plündert er, oder die beiden verführen die jungen Frauen, die sie aus der Hand von Sklavenhändlern befreien. Als die beiden einen ihrer Siege beim Bier in der Spelunke feiern, erkennt Conan den sadistischen Lucius wieder, dem er als Junge die Nase abgeschlagen hat.
Conan folgt Lucius ins Gefängnis und bringt ihn dort um ? doch zuvor erfährt er, dass der für den Tod seines Vaters verantwortliche Khalar Zym in der Wüste bei Shapur nach einer geheimnisvollen jungen Frau sucht. Das ist die langersehnte Spur und Conan macht sich auf, seine Rache zu vollenden.
Vom Original ist in diesem blutrünstigen Remake nicht mehr viel vorhanden. Es gibt ein Überangebot an abgeschlagenen Köpfen, abgetrennte Gliedmaßen und fliegende Körper. Und jede Menge Gemetzel zu Lande und auf dem Wasser. Die Geschichte ist bloß Mittel zum Zweck. Und wie sagt Regisseur Nispel dazu:?Die Fans bekommen, was sie wollen, aber nicht das, was sie erwarten.? Fragt sich bloß welche Fans?
Als gelungen kann man nur zwei Sequencen ansehen. Der Kampf von Conan gegen die Sandmänner und die Kraken. Ansonsten gibt es keine charakterliche Zeichnung der Figuren. Das Ganze wird dann mit überbordener schlechter Filmmusik zu gekleistert. Kein Vergleich zu der grandiosen Filmmusik von Basil Poledouris aus dem Original.
113 Minuten ? blutige Barberei für ein misslungenes Remake im überflüssigen 3D.
Ab 08. September im KINO.