Alfred Hitchcocks Werke gelten als zeitlose Meisterstücke ihres Genres. Dennoch nagt der Zahn der Zeit am Filmmaterial, das erst nach aufwendiger Restaurierung wieder in modernen Kinos spielbar ist.
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Alfred Hitchcocks Werke gelten als zeitlose Meisterstücke ihres Genres. Dennoch nagt der Zahn der Zeit am Filmmaterial, das erst nach aufwendiger Restaurierung wieder in modernen Kinos spielbar ist. Der Höhenangst-Thriller "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" aus dem Jahr 1958 ist der erste mit dem Originalmaterial rekonstruierte Hitchcock-Klassiker. Wegen seiner Höhenangst und Schwindelgefühle (Vertigo) mußte John Ferguson seinen Dienst als Kriminalbeamter quittieren. Sein alter Freund Gavin Elster beauftragt ihn, seine Frau Madelaine zu beschatten, die offenbar Selbstmordgedanken hegt. Nach und nach verliebt sich Ferguson in Madelaine, rettet sie nach einem Selbstmordversuch aus dem Wasser der Bay von San Franzisko. Doch als sich Madelaine von einem Kirchturm stürzt, muß er sein erneutes Versagen eingestehen. Seine Höhenangst hinderte ihn, ihr den Turm hinauf zu folgen. Er erleidet einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich erst langsam mit Hilfe seiner Freundin Midge erholt. Da entdeckt er eines Tages auf der Straße eine Frau, die der toten Madelaine wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Er macht ihre Bekanntschaft, ihr Name ist Judy Barton. Was er nicht weiß: In Wahrheit ist es dieselbe Frau. Judy hatte Madelaine gespielt; in einem Plan von Gavin Elster, der die Ermordung seiner Frau, und Ferguson als unverdächtigen Zeugen vorsah. Madelaine alias Judy aber hatte sich in John verliebt und willigt deshalb ein, sein Ansinnen, sie der Toten anzugleichen, mitzumachen. Meinolf Zurhorst, Lexikon des Kriminalfilms: "Um es ganz einfach zu sagen: der Mann möchte mit einer Toten schlafen, es geht um Nekrophilie".