Adaption der in den 50er Jahren gestarteten Romanheft-Serie um Geheimagent Jerry Cotton, mit Christian Tramitz in der Hauptrolle
Inhalt
Der tadellose Ruf des New Yorker FBI-Agenten JERRY COTTON (Christian Tramitz) ist in Gefahr: Die Leiterin der Dienstaufsichtsbehörde, DARYL D. ZANUCK (Christiane Paul), wirft ihm einen Doppelmord vor. Hat Jerry aus Rache SAMMY SERRANO (Moritz Bleibtreu) erschossen, weil er dem Gangsterboss den States Union Goldraub nicht nachweisen konnte? Und hat er wirklich seinen FBI-Partner TED CONROY (Janek Rieke) ermordet, um den einzigen Zeugen zu beseitigen? Für Jerry beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Er muss seinen eigenen Leuten beim FBI entkommen, sich an die Fersen des Gangsters KLAUS SCHMIDT (Heino Ferch) und seiner Bande (Monica Cruz, Jürgen Tarrach, Joram Voelklein) heften und schnellstmöglich den wahren Mörder finden. Jerrys einzige Verbündete sind sein roter Jaguar E-Type, seine Smith & Wesson, Kaliber 38, und ausgerechnet sein neuer Partner PHIL DECKER (Christian Ulmen).
Ob in den Kriminalromanen der 50er mit einer momentanen Gesamtauflage von über 1 Milliarde (!) Exemplaren oder in den Kinohits der 60er Jahre: Kein anderer FBI-Agent hat mehr Charme und Coolness als Jerry Cotton. Wenn der stilsichere G-man vor der Skyline Manhattans für Recht und Ordnung sorgt, können ihn weder miese Schurken noch zwielichtige Ladies aus der Ruhe bringen.
Jetzt endlich, nach 40 Jahren Wartezeit, kehrt Jerry Cotton mit einer superstarken Action-Komödie unter der Regie von Cyrill Boss & Philipp Stennert („Neues vom WiXXer“) in der Christian Becker/ Rat Pack Film Produktion („Wickie und die starken Männer“, „Die Welle“) auf die große Leinwand zurück ...
filmfuzzy vom 03.02.2010 Kann ein Krimiheld Jeremias Baumwolle heißen? Lächerlich. Das dachte auch der Autor Delfried Kaufmann als er 1952 seinen ersten Kriminalroman schrieb. Da sein Held Amerikaner war und in New York arbeitete übersetzte er den Namen ins Englische. So entstand G-Man Jerry Cotton. Bis heute ist diese Reihe über eine Milliarde mal in Europa verkauft worden. 100 Autoren schrieben 2700 Romane und 400 Taschenbücher. In den 60er Jahren kamen dann nacheinander acht Filme in die Kinos. George Nader und Heinz Weiss verkörperten die beiden Akteure. Immerhin lockten diese Streifen 13 Millionen Besucher in die deutschen Kinos. Das brachte die Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert sowie den Produzent Christian Becker auf die Idee diesen Stoff neu zu verfilmen. Dabei verwendete man keiner der zahlreichen Vorlagen, sondern schrieb ein eigenes Drehbuch. Und damit beginnt schon das Dilemma. Man hatte vor eine Action Komödie zu drehen und nicht den Stil der 60er zu wiederholen. Das Ergebnis ist nicht Fisch und nicht Fleisch. So wurde daraus keine Komödie, keine Persiflage, sondern ein flacher einfallsloser Film. Ein Bully Herbig hätte daraus etwas Besseres gemacht. 90 Minuten ? verschenkte Zeit ? das Ergebnis ein Ärgernis.