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Tron Legacy Premiere am 05.12.2010 in London - Director ...
Tron Legacy Premiere am 05.12.2010 in London - Director Joseph Kosinski
© 2010 Getty Images © Walt Disney Studios

"Tron Legacy": Interview zum Blu-ray-Start

"Der Film handelt davon, menschliche Verbindung in einer immer mehr digitalisierten Welt zu finden."Regisseur Joseph Kosinski plauderte zur Blu-ray-Veröffentlichung am 1. Juni via Live Chat über seinen ambitionierten Erstling
Spielfilm.de: Was war ihre erste Reaktion als man Ihnen anbot, "Tron Legacy" zu inszenieren?
Joseph Kosinski:Ich war sehr geschmeichelt; Ich fühlte, dass das Projekt so viel Potential hatte. Ich wusste, dass ich viel Arbeit darein stecken muss, das Studio zu überzeugen, dass der Film es wert ist, gedreht zu werden und dass ich der richtige Mann dafür bin. Aber ich war definitiv begeistert, die Gelegenheit zu erhalten.Spielfilm.de: Was war die größte Herausforderung bei der Inszenierung dieses Films?
Joseph Kosinski:Ich denke, die größte Herausforderung bei TL war dieselbe wie bei jedem anderen Film - eine fesselnde Story und Charaktere, für die man sich interessiert, zu kreieren.Spielfilm.de: Wie offen war der "Tron"-Schöpfer Steve Lisberger dafür, das "Tron"-Universum an das 21. Jahrhundert anzupassen?
Joseph Kosinski:Er war sehr offen und ein wesentlicher Teil des kreativen Teams. Er sah sich selbst als "spiritueller Berater" des Projektes und half uns, das Gesamtbild im Auge zu behalten.Spielfilm.de: Welche persönlichen Erinnerungen haben Sie an "Tron 1"?
Joseph Kosinski:Ich erinnere mich, ihn irgendwann mitte der 80er auf VHS gesehen zu haben, und dass er wie nichts, was ich zuvor gesehen hatte, aussah und klang.Spielfilm.de: Es gibt viele Fans des Films von 1982. Hatten Sie Angst vor ihrer Meinung?
Joseph Kosinski:Da wir uns entschieden hatten, der Mythology, die im ersten Teil etabliert wurde, gerecht zu werden, dachte ich, dass Fans des Originals den Film generell unterstützen würden. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber vor Meinungen sollte man nicht Angst haben.Spielfilm.de: Gab es irgendwelche Konzepte, die Sie geplant hatten, aber nicht durchführen konnten?
Joseph Kosinski:Ja, es gibt immer Grenzen. Zum Beispiel sollte Sam, als er die Disc seines Vaters holt, ursprünglich vier Wachposten bekämpfen. Unglücklicherweise ging uns die Zeit aus, und es war nicht möglich, die Sequenz zu drehen.Spielfilm.de: Wie macht man den Film für Jugendliche interessant, die nicht mit den Arcade-Automaten der 80er aufgewachsen sind?
Joseph Kosinski:In seinem Kern handelt der Film von einem Sohn, der die Verbindung zu seinem Vater wiederherstellen will, was etwas ist von dem ich denke, dass sich jeder damit identifizieren kann, egal wie alt man ist.Spielfilm.de: Wieviel Input hatte Jeff Bridges in das Drehbuch oder die Geschichte?
Joseph Kosinski:Jeff wurde von Anfang an einbezogen. Die buddhistischen Züge die Flynn angenommen hat, seit er im Raster gefangen ist, war etwas, das Jeff einbrachte. Es gibt ziemlich viele Sätze im Film, die von Jeff stammen, oder die er in einer Szene improvisierte.Spielfilm.de: War Jeff geschmeichelt, sich selbst wieder als junger Mann zu sehen?
Joseph Kosinski:Ich denke, er fand es ein bisschen seltsam, wie man sich vorstellen kann. Er beschrieb es als das Gefühl, das man hat, wenn man seine Stimme zum ersten mal auf Band hört - nicht ganz das, was man erwartet hätte.Spielfilm.de: Wie genau haben Sie Jeff Bridges so verjüngt?
Joseph Kosinski:Wir nutzen Jeffs Darstellung von Clu und formatierten das auf eine digitale Version von ihm als 35jähriger. Ich nutzte den Film "Gegen jede Chance" als Referenz für Clus Aussehen.Spielfilm.de: Einige Zuschauer kritisierten Clus Gesicht - es sei ein wenig unreal, ein bisschen unecht. Denken Sie, dass an der Kritik was dran ist?
Joseph Kosinski:Clu war sicherlich der technisch und gestalterisch ehrgeizigste Aspekt, den wir in diesem Film in Angriff genommen haben. Es gibt nichts Schwierigeres, als ein realistisches menschliches Gesicht zu kreieren, besonders wenn es jemand ist den wir kennen, wie Jeff Bridges. Ich höre die Kritik, aber ich denke, ich spreche für das gesamte Team wenn ich sage, dass wir lieber dafür kritisiert werden, etwas Neues auszuprobieren, als es gar nicht erst zu versuchen.Spielfilm.de: Die Leute kennen Olivia Wilde aus der Serie "House M.D.". Warum haben Sie sie für die Rolle der Quorra gewählt?
Joseph Kosinski:Ich hatte das Gefühl, dass sie viele Qualitäten, die ich für Quorra haben wollte, verkörpert - sie ist smart, willensstark und sieht beeindruckend aus. Tatsächlich war sie die erste Schauspielerin, die ich für den Part getroffen hatte, und sie gab eine fantastische Performance.Spielfilm.de: Planen Sie, das "Tron"-Universum zu erweitern?
Joseph Kosinski:Disney entwickelt zur Zeit eine animierte Serie, die im "Tron"-Universum vor den Ereignissen in "Tron Legacy" spielt. Ich bin gerade mit meinem Team von Autoren und Produzenten beim Brainstorming für das nächste Kapitel unserer Geschichte.Spielfilm.de: Können Sie in einem Satz beschreiben, was die "Tron Legacy" für Sie bedeutet?
Joseph Kosinski:Der Film handelt davon, menschliche Verbindung in einer immer mehr digitalisierten Welt zu finden.Spielfilm.de: "Tron Legacy" hat eine interessante Beziehung zur realen Technologie in unserem Leben. Science-fiction kann manchmal eine Skizze für unsere technologische Entwicklung sein. Gab es irgendetwas in "Legacy", das sie dem wirklichen Leben entnommen haben?
Joseph Kosinski:Die Ideen der "Genetischen Algorithmen" und "Quantenteleportation" sind reale Konzepte, die derzeit erforscht werden. Wir haben uns mit ein paar Wissenschaftlern von CalTech und JPL (Jet Propulsion Laboratory) getroffen, um sicher zu gehen, dass die Wissenschaft in unserem Film akkurat ist.Spielfilm.de: Wie sollen sich die Leute in zwanzig Jahren an Ihren Film erinnern?
Joseph Kosinski:Hoffentlich wird er als für seine Zeit ambitionierter Film gesehen und irgendein Kind da draußen zum Träumen inspirieren, so wie der erste es für mich getan hat.Spielfilm.de: Mit welchem Aspekt der Blu-rays sind Sie am glücklichsten?
Joseph Kosinski:Nachdem "Tron Legacy" im Kino herauskam, konnte ich zurück zu Skywalker Sound gehen und ungefähr hundert verschiedene Aspekte des Soundmixes, die mich störten, berichtigen. Also enthält die (US-)Blu-ray die komplett neu gemischte und überarbeitete 7.1 Audiospur.





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