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Oscarnacht 2011

Ein Oscar für alle

Kein klarer Sieger bei der 83. Academy Awards-VerleihungIn der Nacht zum Montag fand in Los Angeles die 83. Verleihung der Academy Awards statt. Einer selbstverordneten Verjüngungskur zuliebe führte mit  James Franco und Anne Hathaway  das  jüngste  Moderatoren-Duo aller Zeiten durch eine recht überraschungsarme Oscar-Show im Kodak Theatre, die letztlich ohne klaren Sieger zu Ende ging.
Tom Hoopers Historiendrama "The King's Speech", mit 12 Nominierungen als Favorit unter starken Konkurrenten ins Oscar-Rennen gegangen, konnte sich zwar in den prestigeträchtigen Kategorien "bester Film" und "beste Regie" durchsetzen, holte den Oscar für das beste Original-Drehbuch und brachte auch Hauptdarsteller Colin Firth erwartungsgemäß seinen ersten Oscar, musste sich aber in allen anderen Kategorien geschlagen geben. Die technischen Preise für die beste Kamera, die besten visuellen Effekte, Tonschnitt und -mischung gingen an "Inception", während "Alice in Wonderland" die Oscars für Art Direction und Kostüme holte.
Als beste Hauptdarstellerin wurde die hochschwangere Natalie Portman, haushohe Favoritin für ihre Hauptrolle im Ballettdrama "Black Swan", ausgezeichnet. Die Preise für die besten Nebendarsteller gingen geschlossen an "The Fighter": Christian Bale konnte sich ebenso gegen seine Konkurrenten durchsetzen wie Melissa Leo, die mit ihrem Oscar-Sieg unter anderem auch ihre ebenfalls nominierte "The Fighter"-Co-Darstellerin Amy Adams aus dem Feld schlug.
Und schließlich musste auch die Crew von David Finchers "The Social Network" nicht ohne Oscar nach Hause gehen: Trent Reznor und Atticus Ross holten die Trophäe für den Soundtrack, zudem wurden Autor Aaron Sorkin in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch und die Cutter Angus Wall und Kirk Baxter für den Schnitt ausgezeichnet.  Verlierer des Abends waren diesmal die Brüder Joel und Ethan Coen, deren Western "True Grit", obwohl  in 10 Kategorien nominiert, kein einziger Oscar vergönnt war. Und natürlich die Deutschen: Der in Frankfurt geborene Exil-Deutsche Komponist Hans Zimmer, nominiert für die Musik zu "Inception", konnte sich ebenso wenig gegen seine Konkurrenz durchsetzen wie die deutschen Kurzfilmer Max Lang und Jakob Schuh, nominiert für ihre Animaton "The Gruffalo" (es gewannen Shaun Tan and Andrew Ruhemann für "The Lost Thing"). Das Rennen um den Fremdsprachen-Oscar entschied die Dänin Susanne Bier mit "In einer besseren Welt" für sich. Ein deutscher Film hatte es dieses Jahr nicht in die Nominierungen geschafft.
28.02.2011 von Julia Nieder



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