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Jeffrey Tambor, Gaby Hoffman und Amy Landecker in der von Amazon Studios produzierten TV-Serie 'Transparent'
© Beth Dubber / Amazon Studios

Alles aus einer Hand

Amazon will Filme selbst produzieren

Stan kommt in "Towed in a Hole" eine Erleuchtung, die er Ollie sofort verklickern muss: Wenn man die Fische selbst fangen würde, die man verkauft - dann bliebe doch mehr Geld in den Kassen!

80 Jahre später kommt der Internet-Versandhändler Amazon auf die gleiche Idee. Statt nur fremder Leute Filme zu verkaufen oder als Stream anzubieten, kann man ja auch eigene Streifen drehen, in die Kinos bringen und daraufhin schnell - die Rede ist von vier bis acht Wochen - als Amazon Prime Instant Video anbieten. Alles aus einer Hand - das Geld bleibt in der eigenen Kasse.

Wie Amazon gestern bekannt gaben, wollen sie bereits in diesem Jahr damit beginnen, rund zwölf Filme jährlich in einer Budgetspanne von fünf bis 25 Millionen Dollar zu produzieren. Chef des Ganzen wird Produzent Ted Hope ("Adventureland"), der Anfang des Monats als Vorsitzender von Fandor, einer Streaming Video-Seite, die Independent und internationale Werke anbietet, zurücktrat. Hope bringt unter anderem Erfahrung aus seiner Zeit als Co-Gründer und Vorsitzender der Produktionsfirma Good Machine mit. Aktuell produziert er den Thriller "The Blunderer" mit Jessica Biel. "Die Flamme einer solch innovativen Firma in die Filmwelt zu tragen, ist eine enorme Gelegenheit und Verantwortung", lässt sich Hope vernehmen. "Amazon Original Movies wird gleichbedeutend mit Filmen, die unsere Fans staunen lassen, begeistern und bewegen, egal wo die Kunden sie sich anschauen."

Roy Price, Vizepräsident von Amazon Studios, erklärte: "Wir freuen uns darauf, unsere Produktionsbemühungen auf Spielfilme auszudehnen. Wir werden Kunden von Prime Instant Video nicht nur spannende, einzigartige und exklusive Filme kurz nach deren Kinoeinsatz anbieten, sondern wir hoffen, dass dieses Programm auch Filmemachern helfen wird, die zu oft darum ringen müssen, frische und gewagte Geschichten zu kreieren, die ein Publikum verdienen."

Im Fernsehbereich können Amazon Studios bereits auf einen großen Erfolg verweisen: Ihre hochgelobte, halbstündige Komödienserie "Transparent" hat gerade bei den Golden Globes als "Beste Komödienserie" und ihr Hauptdarsteller Jeffrey Tambor als "Bester Darsteller in einer Fernsehkomödie" zwei Preise gewonnen.


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