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Der geilste Tag
Der geilste Tag
© Warner Bros.

Filmstarts Deutschland: "Der geilste Tag" auch ein geiler Film?

"Mustang" und "Spotlight" absolute Empfehlungen

Eine Kinowoche stark wie selten, erfreulich bunt gescheckt. Die beiden "Oscar"-Anwärter "Mustang" und "Spotlight" sind ein absolutes Muss, dazu kommt noch der ebenfalls sehenswerte Gewinner des Spanischen Filmpreises "Freunde fürs Leben" und Michael Moore's amüsante Dokumentation "Where to Invade Next". Und nicht zuletzt ist auch Florian David Fitz mit dem annehmbaren "Der geilste Tag" und Publikumsmagnet Matthias Schweighöfer am erfolgversprechenden Start.

"Der geilste Tag"

Komödie
Deutschland
113 Minuten
FSK 12

Deutsche Komödie über zwei ungleiche, todkranke Männer (Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer), die beschließen, ihre letzten Tage nicht im Hospiz zu verbringen. Florian David Fitz spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern hat nach "Jesus liebt mich" von 2012 auch zum zweiten Mal einen Film geschrieben und inszeniert. Das scheint halbwegs gelungen, die Kritiken sind freundlich. Zwar bemängeln manche die Klischees und dass Fitz hier bei sich selbst und "Vincent will Meer" klaut, zum Anderen wird aber die Spielfreude der Hauptdarsteller und manch doch unvorhersehbare Wendung gelobt. Unserer Kritikerin Bianka Pieringer hat die Warner Brothers-Produktion auch gefallen: "Das Roadmovie setzt der latenten Traurigkeit konsequent Witz und Ironie entgegen und entwickelt dabei erfrischenden Charme."

"Mustang"
Drama
Türkei
93 Minuten
FSK 12

Nachdem fünf Waisenmädchen harmlos mit Jungen am Strand gespielt haben, werden sie von ihren schockierten konservativen Vormunden eingesperrt, während Zwangsehen vorbereitet werden. Dieses türkische Drama ist einer der Anwärter auf den "Oscar" für den "Besten nicht englischsprachigen Film" am kommenden Sonntagabend und hat bereits über 20 Preise erhalten, darunter bei den Spanischen Filmpreisen als "Bester europäischer Film". Der Weltkino-Streifen von Regisseur und Drehbuchautor Deniz Gamze Ergüven vermittelt - verstärkt durch ein brillantes Ensemble - kraftvoll eine erfrischende und absolut zeitgemäße Botschaft. Unser Kritiker Gregor Torinus ist begeistert und gibt die Höchstwertung - fünf von fünf Sternen! "Zutiefst traurig und zugleich von unbändigem Optimismus, von erdrückender Schwere und von spielerischer Leichtigkeit - eine kleine Geschichte, die Großes vollbringt." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Spotlight"
Drama
USA
128 Minuten
FSK 0

Dieses für sechs "Oscars" nominierte US-Drama schildert die wahren Begebenheiten der Recherchen der Zeitung "Boston Globe", die den massiven sexuellen Missbrauch an Kindern innerhalb der katholischen Kirche und die Vertuschung durch die Erzdiözsese aufdecken. Mit Sicherheit einer der besten Filme des letzten Jahres, schafft es Regisseur und Drehbuchautor Tom McCarthy, die schrecklichen Details der Geschichte taktvoll zu behandeln, während er gleichzeitig vermeidet, seine Helden (Rachel McAdams, Michael Keaton, Mark Ruffalo, Brian D'Arcy James und Liev Schreiber) zu sehr zu idealisieren. Ein Paramount Pictures-Film, der seinen Protagonisten zur Ehre gereicht und sein Publikum ernst nimmt. Eine cineastische Glanzstunde, die unseren Kritiker Björn Schneider tief beeindruckt hat: "Mit reduzierten filmischen Mitteln inszenierter, ins Mark treffender Enthüllungs-Thriller mit exquisiter Besetzung." Er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Freunde fürs Leben"
Drama
Spanien
113 Minuten
FSK 0

Spanisches Drama über Tomás (Javier Cámara), der aus Kanada in seine spanische Heimat zurückkehrt, um seinen Freund Julián (Ricardo Darín) zu besuchen. Genauer gesagt, will er sich in diesen vier Tagen in Madrid von Julián, der unheilbar krebskrank ist, verabschieden. Das einfühlsame, humorvolle und bewegende Ascot Elite-Werk von Cesc Gay ("Ein Freitag in Barcelona") ist Anfang des Monats der große Gewinner der Spanischen Filmpreise gewesen: Fünf Goyas gingen an "Truman", so der Originaltitel, darunter als "Bester Film". Unsere Kritikerin Bianka Piringer hat neben "Der geilste Tag" nun also zwei Filme über Krebs, Sterben und Abschiednehmen gesehen. Wenn sie sich entscheiden müsste, fiele ihre Wahl auf "Freunde fürs Leben": "Dem sehenswerten Film gelingt auch dank der hervorragenden Hauptdarsteller der scheinbar paradoxe Weg ins Tiefgründige über die leichte Unterhaltung."

"Where to Invade Next"
Dokumentarfilm
USA
120 Minuten
FSK 12

In dem US-Dokumentarfilm fällt Filmemacher Michael Moore ("Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte") in europäische Länder ein, um zu sehen, was die USA sozialpolitisch von diesen lernen können. Ein typischer Moore: Voller Energie, Witz und Sarkasmus, aber auch ungeniert einseitig zeichnet der Regisseur ein Europa, das einem sozialen Himmelbett gleicht. Der mit guten Kritiken bedachte Falcom Media-Streifen hat unseren Kritiker Gregor Torinus amüsiert: "Der Film entpuppt sich recht schnell als eine Art Werbespot für die paradiesischen Zustände in der EU. Entsprechend unterhaltsam ist der Film und entsprechend hoch ist dessen Wohlfühlfaktor bei minimalem Informationsgehalt."



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