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Kinocharts USA (26. - 28.2.): Selbst die Götter nicht stark genug für "Deadpool"

"Eddie the Eagle" stürzt ab

"Deadpool" hat am Wochenende spielerisch leicht die Spitze verteidigt und somit den Hattrick auf dem Kinokassenthron vollbracht, weil die "Gods of Egypt" wie vorausgesagt vom CGI-Himmel gestürzt sind. Mit einem Umsatz von 97 Millionen Dollar der Top Twelve waren die Geschäfte insgesamt durchwachsen, aber ein bisschen besser als am Vorjahreswochenende, als "Focus" mit Will Smith mit 18 Millionen Dollar startete und alles in allem 93 Millionen Dollar zusammen kamen.

Gold
Gebt ihm Gegner, keine Opfer. Der sensationelle "Deadpool" konnte ein großartiges drittes Wochende verbuchen, dessen Zuschauerrückgang sich gemessen am Wochenende zuvor mit minus 44 Prozent nur erfreulich mäßig gestaltete. 31 Millionen Dollar - und damit mehr als doppelt so viel wie der Verfolger auf Rang zwei - flossen in die Kassen der 20th Century Fox-Produktion. Noch mehr Kinos waren auf den Erfolgszug aufgesprungen und hatten den Ryan Reynolds-Film auf die Spielpläne gesetzt: Mit 3856 Kopien - 134 mehr als eine Woche zuvor - bleibt der Science Fiction-Film der mit Abstand meistgezeigte Streifen Nordamerikas. Der durchschnittliche Umsatz von 8000 Dollar pro Leinwand ist weiterhin phänomenal. Insgesamt haben die Kinogänger 285 Millionen Dollar für die Marvel-Verfilmung ausgegeben.

Silber
Mit 14 Millionen Dollar hat "Gods of Egypt" am Eröffnungswochenende gerade mal ein Zehntel seiner Produktionskosten eingespielt. Lionsgate Films haben sich inzwischen beeilt zu erklären, durch Verleihgeschäfte mit dem Ausland hätten sie eigentlich nur 10 Millionen Dollar investiert. Für die armen Zuschauer, die sich diesen Mumps angetan haben, wohl kaum ein Trost.

Aber die Absatzbewegung des Filmstudios zu seinem eigenen Produkt zeigt die ganze Tragweite der Katastrophe: Der Fantasy-Film wird am Ende des Jahres auf den Flop-Listen ganz oben auftauchen. Und für Gerald Butler kann "London Has Fallen" nun gar nicht schnell genug kommen, um diese Peinlichkeit vergessen zu machen. "Gods of Egypt", der mit gnadenlosen Kritiken ("Schmerzhaft für die Augen") bedacht worden ist, startete in 3117 Sälen und erreichte dort lediglich einen mäßigen Schnitt von 4500 Dollar.

Bronze
Das bisherige Sahne-Jahr für 20th Century Fox geht auch dank des starken Abschneidens von "Kung Fu Panda 3" weiter. Bereits in seiner fünften Woche, hält sich der Animationsstreifen immer noch auf dem Treppchen. Durch den Neueinsteiger "Gods of Egypt" wurde der Jack Black-Film einen Rang runter verdrängt und spielte 8,8 Millionen Dollar ein, ein nur geringer Umsatzrückgang von minus 28 Prozent. 152 Spielorte hatten die Fortsetzung aus dem Programm genommen, die somit noch in 3296 Filmtheatern gezeigt wird. Im Schnitt verblieben gute 2700 Dollar pro Kino in den Kassen, und insgesamt sind Karten im Wert von 128 Millionen Dollar gekauft worden.

Die Neuen
Kein gutes Wochenende für die Premieren. "Gods of Egypt" floppt, "Triple 9" und "Eddie the Eagle" erwischt es noch schlimmer. Open Road Films starten den 20 Millionen Dollar teuren "Triple 9" mit 2205 Kopien und konnten lediglich 6,1 Millionen Dollar und Platz fünf in den Charts verbuchen. Ein schwacher Schnitt von 2700 Dollar pro Saal für den Casey Affleck-Kriminalfilm.

"Eddie the Eagle" flog nur auf dem sechsten Platz mit 6,0 Millionen Dollar ein. 20th Century Fox brachten die britische Komödie, an der auch Studio Babelsberg beteiligt ist, mit Taron Egerton auf 2042 Leinwände. Knapp 3000 Dollar wechselten hier durchschnittlich die Besitzer.

Auf den Plätzen
Das biblische Drama "Risen" mit Joseph Fiennes wurde Vierter (2. Woche / bisher insgesamt 23 Millionen Dollar); Siebter wurde der Independent-Horrorfilm "The Witch" (2. Woche / 17 Mio.); Achter wurde "How to Be Single" (3. Woche / 39 Mio.); Neunter wurde das Drama "Race" mit Stephan James (2. Woche / 14 Mio.) und Zehnter schließlich "The Revenant" (10. Woche / 171 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Selbst die schönsten Märchen müssen irgendwann ein Ende finden. Aber dass "Star Wars: The Force Awakens" Filmgeschichte geschrieben hat, das bleibt. Mit 926 Millionen Dollar in elf Wochen ist die 200 Millionen Dollar teure Walt Disney-Produktion der umsatzstärkste Streifen aller Zeiten in den USA geworden; nach Zuschauern der elftbeste. Was für ein Triumph für J.J. Abrams! Wie lange dieser Rekord Bestand haben wird, hängt vielleicht von der Fortsetzung im kommenden Jahr ab...

Alle Beteiligten hatten sicherlich Spaß bei den Dreharbeiten. Im Nachhinein würden Paramount Pictures die 50 Millionen Dollar für Ben Stiller's "Zoolander 2" aber nicht mehr locker machen. Die Annahme, der 2001 veröffentlichte "Zoolander" habe durch "Kultstatus" eine große Fangemeinde aufgebaut, die sehnlich auf die Fortsetzung warten würde, hat sich als falsch herausgestellt. Mit 27 Millionen Dollar in drei Wochen ist die Komödie gefloppt.

Das Gleiche gilt für "Hail, Caesar!". Eine namhafte Besetzung und gute Kritiken haben das Interesse an der Coen Brothers-Komödie nicht besonders steigern können. Mit nur 28 Millionen Dollar in vier Wochen ist die 22 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion ebenfalls ein Reinfall.



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