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Britische Filmpreise lassen Video on Demand-Filme zu

Angekommen im digitalen Zeitalter

Auch bei der Britisch Academy of Film and Television Arts hält nun das digitale Zeitalter Einzug. Bisher galt, dass sich nur Filme, die in einem Kino aufgeführt worden waren, für die Britischen Filmpreise (BAFTAs) qualifizieren konnten. Doch am Freitag hat die Akademie die Regeln für 2017 geändert: Nun können auch lediglich digital vertriebene Streifen für die Mitglieder der Akadmie wählbar werden, allerdings nur "von Fall zu Fall", wie Jim Bradshaw, der Vorsitzende der BAFTA-Filmsparte, "Variety" gegenüber erklärt hat. "Wir wollen sicherstellen, dass wir weiterhin das Beste im Kino wertschätzen und keine Filme, insbesondere internationale, aufgrund ihrer Finanzierung oder ihrer Ausstrahlung im United Kingdom bestrafen."

Immer mehr Filme kommen zeitgleich in die Kinos oder ins Netz, um dort heruntergeladen oder direkt angesehen zu werden. Wenn also Schlagzeilen von irrwitzig niedrigen Einspielergebnissen für die letzten Filme von Emma Watson und Anthony Hopkins aus den Filmtheatern vermeldet wurden, ist das nur die halbe Wahrheit, denn zugleich erwirtschaften diese Produktionen ihren Umsatz im Internet.

Die Nominierungen für die kommenden BAFTAs werden am 10. Januar verkündet und am 12. Februar 2017 verliehen werden.


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