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Doctor Strange mit Tilda Swinton und Benedict Cumberbatch
Doctor Strange mit Tilda Swinton und Benedict Cumberbatch
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts UK (4. - 6.11.): "Accountant" Ben Affleck wird Doctor Strange nicht gefährlich

"Nocturnal Animals" startet gut

Am letzten britischen Kinowochenende brach "Doctor Strange" überraschend stark ein, und die vier Neulinge konnten nur bedingt überzeugen. Folglich kam es zu enttäuschenden Gesamtumsätzen der Top Ten-Filme, die mit minus 31 Prozent wieder satt hinter dem "Spectre"-Vorjahreswochenende zurück blieben. Damals verteidigte der Daniel Craig-Streifen am zweiten Wochenende den Kinokassenthron souverän mit 13 Millionen Pfund.

Gold
Auch "Doctor Strange" verteidigt am zweiten Wochenende seinen Top Ten-Titel souverän, aber auf wesentlich niedrigerem Niveau und mit geringerem Vorsprung als einst 007. Mit minus 63 Prozent sank die Zuschauerzahl gegenüber dem Premierenwochenende überraschend deutlich. 3,4 Millionen Pfund schrauben das Gesamtergebnis für das Benedict Cumberbatch-Werk nach zehn Tagen auf beachtliche 15 Millionen Pfund. Drei Kinos haben die Walt Disney-Produktion aus dem Programm genommen, mit 599 Kopien löst sie dennoch "Trolls", der noch mehr Leinwände freiräumen musste, als meistgezeigten Film auf der Insel ab. Pro Saal verblieben nach dem Wochenende durchschnittlich sehr gute 5700 Pfund in den Kassen.

Silber
"Trolls" läuft hervorragend im United Kingdom, was sich auch daran zeigt, dass der Animationsstreifen am dritten Wochenende wieder die Silbermedaille holte, obwohl gleich vier Neulinge um die Plätze auf dem Podium balgten. Die Stimme von Anna Kendrick ist momentan mächtiger als die ganze Anna Kendrick, die mit "The Accountant" nicht an dem Zeichentrickspaß vorbeikam, aber nun immerhin gleich zweimal auf dem Treppchen vertreten ist.

Knapp 2,0 Millionen Pfund gaben die Kinogänger in den 592 Lichtspielhäusern, welche die 20th Century Fox-Produktion auf dem Spielplan haben, aus. Das sind 19 Kinos weniger und ein mäßiger Umsatzrückgang von minus 39 Prozent. Alles in allem hat "Trolls" bislang 17 Millionen Pfund erlöst.

Bronze
Als beste Premiere geht "The Accountant" aus dem Wochenende heraus. Mit 1,6 Millionen Pfund in 496 Filmtheatern erreicht der Warner Brothers-Kriminalfilm mit Ben Affleck und eben Anna Kendrick einen soliden Schnitt von 3200 Pfund.

Die Neuen
"A Street Cat Named Bob" wurde als Vierter zum erfolgreichsten britischen Film des Wochenendes. Die Verfilmung des Bestsellers über einen Heroinabhängigen, der dank einer zugelaufenen Katze seinen Lebensweg findet, spielte 985 000 Pfund in 440 Kinos ein. Das Sony Pictures-Drama mit Luke Treadaway erreicht einen nur schwachen Schnitt von 2200 Pfund pro Kopie.

Höher war die Nachfrage nach "Nocturnal Animals", der mit 242 Leinwänden aber wesentlich weniger Spielstätten zur Verfügung hatte. So liegt der Kopienschnitt mit 3100 Pfund höher als bei "A Street Car Named Bob", doch insgesamt bleibt der Amy Adams-Thriller mit 755 000 Pfund im Gesamtergebnis zurück und wird Fünfter. Dennoch ein überzeugender Start für die hochgelobte Universal Pictures-Produktion, mit der Tom Ford ("A Single Man") auf das Regiestühlchen zurückgekehrt ist.

Und wiederum keine Frage, dass "The Light Between Oceans" - auf dem sechsten Platz dritte Literaturverfilmung hintereinander - eine echte Enttäuschung darstellt. Schon im Rest der Welt hat die Entertainment One-Produktion bis jetzt lediglich 17 Millionen Dollar eingebracht. Nun sieht es so aus, dass auf dem britischen Markt nicht allzu viel hinzukommen wird. Das Drama mit Alicia Vikander und Michael Fassbender verzeichnete bloß 733 000 Pfund in 438 Sälen, was einem schlechten Schnitt von 1600 Pfund pro Leinwand entspricht.

Auf den Plätzen
Siebter wurde "The Girl on the Train" (5. Woche / bisher insgesamt 22 Millionen Pfund); Achter wurde "Jack Reacher: Never Go Back" (3. Woche / 7,0 Mio.); Neunter wurde "Storks" (4. Woche / 5,9 Mio.) und Zehnter schließlich "Bridget Jones's Baby" (8. Woche / 47 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Immerhin ein mäßiger Erfolg ist "Inferno" geworden. Der Columbia Pictures-Kriminalfilm mit Tom Hanks erreicht in vier Wochen 7,9 Millionen Pfund, was wesentlich besser ist als das dementsprechende bisher katastrophale Ergebnis in den USA, aber wiederum weniger als in Deutschland, wo die dritte Dan Brown-Verfilmung richtig gut läuft.

Der Bollywood-Streifen "Ae Dil Hai Mushki" ist am zweiten Wochenende nicht mehr stark genug für die Charts; bislang sind hier 1,1 Millonen Pfund für den von 20th Century Fox verliehenen Streifen zusammen gekommen.

Mit 12 Millionen Pfund in sechs Wochen hat "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" ("Die Insel der besonderen Kinder") 20th Century Fox und Tim Burton viel Freude bereitet.

"Ouija: Origin of Evil" dagegen ist mit 2,5 Millionen Pfund in drei Wochen ein Flop für Universal Pictures und Regisseur Mike Flanagan geworden.



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