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Kingsman: The Secret Service mit Colin Firth und...erton
Kingsman: The Secret Service mit Colin Firth und Taron Egerton
© 20th Century Fox

TV-Tipps für Sonntag (8.1.): Colin Firth rekrutiert Agentennachwuchs

Pro7 zeigt FreeTV-Premiere "Kingsman"

Pro7 ist heute Abend der König des Spielfilmangebots: Mit der FreeTV-Premiere des vergnüglichen "Kingsman: The Secret Service" im Haupt- und dem nicht weniger vergnüglichen "Sherlock Holmes" im Spätprogramm finden Kinofreunde hier die beste Wahl des Sonntagabends.

"Kingsman: The Secret Service", Pro7, 20:15 Uhr
Eine britische Spionageorganisation rekrutiert einen unkultivierten, aber vielversprechenden Straßenjungen (Taron Egerton) für ihr wettbewerbsintensives Trainingsprogramm, just als eine globale Bedrohung durch einen verdrehtes Technikgenie (Samuel L. Jackson) entsteht.

2012 erschien die Comic-Reihe "The Secret Service" von Dave Gibbons und Mark Millar, die das Interesse des englischen Regisseurs und Drehbuchautoren Matthew Vaughn erregte, der seit "Kick Ass" von 2010 und "X-Men: First Class" von 2011 selbst kein Unbekannter in Sachen Comic-Verfilmung war. Vaughn besprach mit Millar eine Filmadaption, und beide kamen überein, dass es mal wieder an der Zeit für einen Agentenfilm sei, "der Spaß macht", sei. Matthew hatte Lust darauf, diesen selbst zu realisieren, und gab dafür die Regie an "X-Men: Days of Future Past" ab, was ihm zufolge eine "wirklich schwierige Entscheidung" war.

Doch die richtige, denn der Filmemacher konnte den britischen Abenteuerfilm elegant, subversiv und vor allem vergnüglich in Szene setzen und dabei das Agenten-Genre mit hämischer Hingabe auf die Schippe nehmen. Gedreht für umgerechnet 81 Millionen Dollar in London, dessen Pinewood Studios und Umgebung sowie in der Grafschaft Surrey, erwies sich die 20th Century Fox-Produktion als Erfolg bei Kritik und Publikum. Weltweit spielte "Kingsman" 414 Millionen Dollar ein.

Zu keinem geringen Teil dürfte Colin Firth als echter britischer Agent mit Manieren zu diesem Zuspruch beigetragen haben. Kein Wunder, dass die Filmemacher den Akteur auch für die Fortsetzung "Kingsman: The Golden Circle" engagiert haben, der am 5. Oktober in die deutschen Kinos kommen wird.

Kritikerin Siobhan Synnot schrieb in "Scotland on Sunday": "Colin Firth ist der Dreh- und Angelpunkt des Films. Es ist ein Vergnügen, ihm dabei zuzuschauen, wie er eine Gruppe von Schlägern in einem Pub aufmischt, aber er bringt auch einen weltmännischen Witz in seine Dialoge und einen moralischen Kodex in die übermäßig koffeinhaltigen Brutalitäten ein."



"Sherlock Holmes", Pro7, 22:35 Uhr
Detektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und sein Partner Dr. Watson (Jude Law) messen ihre Geistes- und Muskelkräfte mit einem Bösewicht (Mark Strong), dessen Verschwörung ganz England bedroht.

Schon lange trug sich Produzent Lionel Wigram mit der Idee, Sherlock Holmes als Action-Helden auf die Leinwand zu bringen. "Wenn ich die Geschichten las, hatte ich andere Bilder im Kopf als die, welche in bisherigen Verfilmungen zu sehen waren", erklärte Wigram, der feststellte, dass der Detektiv auch in den Romanen und Kurzgeschichten von Arthur Conan Doyle durchaus tatkräftig zur Sache ging, was sich in den Spielfilmadaptionen weniger wiederfand. Warner Brothers fanden sich bereit, "Sherlock Holmes Reloaded" zu produzieren und fanden mit Guy Ritchie einen Regisseur, der mit Wigram auf einer Wellenlänge funkte: "Es gibt ziemlich viele intensive Action-Sequenzen in den Geschichten und manchmal findet sich das in den Filmen nicht wieder. Mein Sherlock Holmes soll in Ton und Struktur ein sehr moderner Film werden."

Beides fand sich tatsächlich auf der Leinwand wieder, die Modernität und die Action: Mit Downey Jr. engagierte man einen Hauptdarsteller, der Äonen von der erhabenen Ausstrahlung eines Basil Rathbone oder Peter Cushing entfernt war, sondern so etwas wie einen Slacker-Sherlock verkörperte, und an Action gab es so reichlich, dass Downey Jr. während einer Kampfszene versehentlich einen auf die Nase bekam und blutend zu Boden ging. Gedreht wurde hauptsächlich in London, aber auch in anderen britischen Städten wie Liverpool, Manchester und Kent und schließlich noch im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Für Sherlock Holmes-Fans woben die drei Drehbuchautoren zahlreiche Motive und Anspielungen aus den literarischen Vorlagen ein.

Das Konzept ging auf, wobei es hauptsächlich die charismatische Präsenz des Hauptdarstellers war, die diesen Kriminalfilm beim Publikum zu einem Riesenerfolg werden ließ. Der 90 Millionen Dollar teure Streifen erspielte weltweit 524 Millionen Dollar und wurde zum achterfolgreichsten Film des Jahres 2009. Downey Jr. erhielt als "Bester Hauptdarsteller" den Golden Globe; dazu gab es zwei "Oscar"-Nominierungen für Hans Zimmer's Musik und für die "Besten Kulissen". Kein Wunder, dass Warner Brothers sofort eine Fortsetzung in Auftrag gaben, die zwei Jahre später genauso erfolgreich laufen sollte.

Kritiker Matt Kelemann befand in "Las Vegas CityLife": "Auch wenn Ritchie's zuckender Finger an der Kamera für Verwirrung in den schnelleren Action-Sequenzen sorgt, tragen Downey Jr. und Law den Film weit genug in Richtung Kumpelkino, um die Fehlzündungen spielend vergessen zu machen."



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