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Augustín Alcides Otero in Centauro von Nicolás Suárez
Augustín Alcides Otero in Centauro von Nicolás Suárez
© Berlinale

Berlinale Shorts 2017: Reframing the Image

23 Kurzfilme aus 19 Ländern im Bären-Rennen

23 Filme aus 19 Ländern konkurrieren um den Goldenen und den Silbernen Bären sowie um den mit 20 000 Euro dotierten Audi Short Film Award und die Nominierung für den European Film Award. Der Film "Monangambeee" von Sarah Maldoror aus Algerien aus dem Jahr 1969 läuft außer Konkurrenz. Im Wettbewerb der Berlinale Shorts werden Filme von unter anderem Gabriel Abrantes, Salomé Lamas, Jonathan Vinel, Victor Lindgren, Lukas Marxt und Marcel Odenbach, Bárbara Wagner und Benjamin de Burca, David OReilly sowie Rainer Kohlberger zu sehen sein.

Die Internationale Kurzfilmjury 2017 bilden Christian Jankowski, Künstler und Professor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, die Kuratorin und Social-Media-Managerin des Metropolitan Museum of Art in New York Kimberly Drew und der Künstlerische Leiter des SANFIC Santiago International Film Festival Carlos Núñez.

"Eine Vorstellung, ein Klischee von etwas und jemandem kann sich nur dann anders gestalten, wenn mein Blick eine neue Perspektive einnimmt. Diese Einladung zur Neujustierung der eigenen Wahrnehmung vereint die Auswahl der Berlinale Shorts 2017", kommentiert Kuratorin Maike Mia Höhne das Programm.

Rainer Kohlberger aus Berlin visualisiert in seinem neuen Film "keep that dream burning" eine Ahnung für alles Neue, das in die Welt kommt: ein Versprechen größtmöglicher Unbestimmtheit. "The Boy from H2", produziert von der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem, nimmt uns direkt mit auf die Straße, damit wir erfahren, was es bedeutet, als Zwölfjähriger in der geteilten Stadt Hebron in Israel zu leben – als Gegenüber das Militär.

David OReilly ("Please Say Something", Goldener Bär für den Besten Kurzfilm 2009 & RGB XYZ, Berlinale Shorts 2008), der 2017 auch bei Berlinale Talents über seine Philosophie sprechen wird, stellt sein neues Computerspiel "Everything" vor. "Everything" ist die Umkehrung der Vorstellung eines Spiels - es gilt keine Level zu erreichen, sondern die Möglichkeit jeder und alles werden zu können. Der daraus resultierende Erkenntnisgewinn bedeutet ein reframing.

Jonathan Vinel ("Notre Héritage", Berlinale Shorts 2016 & "Tant qu’il nous reste des fusils à pompe", Goldener Bär für den Besten Kurzfilm 2014, beide in Zusammenarbeit mit Caroline Poggi) ordnet Sequenzen aus dem Computerspiel "Grand Theft Auto V" in "Martin Pleure" zu einer neuen Erzählung über den Verlust von Freunden an.

Bei "Avant l’envol" ist die moderne, futuristische Architektur Protagonistin, die im Zuge der Unabhängigkeit von Frankreich in der Elfenbeinküste gebaut wurde. Eine Architektur, die stellvertretend für das neugewonnene Selbstbewusstsein der Epoche stand. Der Film "Monangambeee" kommt aus der Sammlung des Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., wurde erst kürzlich digitalisiert und repräsentiert ein Kino wider die Kolonialmacht.

Die außerordentliche Diversität des portugiesischen Kinos spiegelt sich in vier Produktionen bei den Berlinale Shorts wider, unter anderem auch in der neusten Arbeit der Filmemacherin Salomé Lamas ("Eldorado XXI", Forum 2016 & "Terra de ninguém", Forum 2013): "Coup de Grâce", in dem Vater und Tochter den Raum der Abwesenheit bespielen.

Der neue Film von João Salaviza "Altas Cidades de Ossadas" folgt einem kreolischen Rapper in das Dunkel der Nacht und die aggressive Poesie seiner Lyrik. 2012 nahm Salaviza für "Rafa" den Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm in Empfang und widmete den Preis der portugiesischen Regierung: "We are in a moment where we really don’t know what will happen", sagte er und knüpfte an die Widmung die Bedingung, dass diese die Verhältnisse für die Filmemacher verbessern müsse. Heute hat sich die Situation in Portugal durch eine veränderte Förderstruktur deutlich verbessert.



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