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Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (6. - 8.1.): Too close to call

Superenges Rennen zwischen "Rogue One" und "Hidden Figures"

Unerwartet spannend ist das erste Kinowochenende 2017 verlaufen. Spannend, weil unerwartet eng. "Rogue One: A Star Wars Story" verlor mehr Zuschauer als gedacht, während der in seiner dritten Woche landesweit anlaufende "Hidden Figures" besser abschnitt als prognostiziert. Nun liegen lediglich 172 000 Dollar zwischen der mutmaßlichen alten Nummer eins "Rogue One" und der mutmaßlichen neuen Nummer zwei. Erst morgen, wenn auch die Sonntagsergebnisse bestätigt sind, wird klar sein, ob "Rogue One" zum vierten Mal die Kinokassenkrone aufsetzen konnte.

Insgesamt lagen die Einspielergebnisse der Top Twelve mit 121 Millionen Dollar unter denen des Vorjahreswochenendes mit 147 Millionen Dollar. Damals stand "Star Wars: The Force Awakens" mit John Boyega ebenfalls an seinem vierten Wochenende mit 42 Millionen Dollar ganz oben.

Gold
Vorläufige Nummer eins ist "Rogue One: A Star Wars Story", der das Zauberjahr für Walt Disney Studios nochmal mit einer schönen roten Schleife abbindet. Mit insgesamt 477 Millionen Dollar ist der Science Fiction-Film nur noch neun Millionen Dollar vom Titel des erfolgreichsten Streifens 2016 entfernt, den Disney-Kollege "Finding Dory" mit 486 Millionen Dollar hält.

Weltweit hat das Gareth Edwards-Werk mit 914 Millionen Dollar Umsatz nun "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "The Secret Life of Pets" überholt, so dass die fünf erfolgreichsten Filme des Jahres 2016 allesamt aus dem Haus mit der Maus kommen. Zur absoluten, noch von "Captain America: Civil War" gehaltenen Spitze fehlen "Rogue One" nun noch 240 Millionen Dollar.

Knapp 22 Millionen Dollar sind am Wochenende in den unverändert 4157 Kinos - womit der Felicity Jones-Film auch der meistgezeigte Streifen Nordamerikas bleibt - zusammen gekommen. Das sind satte minus 55 Prozent gegenüber dem Neujahreswochenende, was angesichts des Ferienendes aber nicht verwundert. Die meisten Top Ten-Filme haben ordentlich Besucher eingebüßt.

Silber
Am dritten Wochenende haben 20th Century Fox ihren "Hidden Figures" landesweit gestartet. Bisher lief das Drama sehr erfolgreich in nur 25 Lichtspielhäusern, nun kamen 2446 hinzu. Der mit exzellenten Kritiken bedachte Streifen mit Octavia Spencer war den Zuschauern ebenfalls knapp 22 Millionen Dollar wert. Mit nun alles in allem 25 Millionen Dollar sind die reinen Produktionskosten schon mal in der Scheuer.

Bronze
"Sing" ist am dritten Wochenende um einen Platz nach unten gedrängt worden; der Kartenverkauf ließ im Wochenvergleich um minus 54 Prozent nach. 20 Millionen Dollar gaben die jungen und älteren Besucher für den Animationsstreifen mit der Stimme von Matthew McConaughey in 3955 Spielstätten aus; das sind 74 Filmtheater weniger als vor Wochenfrist. Die Universal Pictures-Produktion, die 75 Millionen Dollar gekostet hat, ist mit bis jetzt 213 Millionen Dollar bereits ein Riesenerfolg.

Die Neuen
Es war nicht zu erwarten - schon gar nicht angesichts der miserablen Kritiken - dass der fünfte "Underworld"-Teil "Blood Wars" das Box Office entflammen würde. Aber nun, da die Zahlen da sind, muss man umgekehrt schon sagen, dass die Zeit für die Vampire und die Lykaner wohl abgelaufen ist. 13 Millionen Dollar zum Start ist der schwächste Auftakt eines "Underworld"-Werks. Bisher waren die 20 Millionen Dollar des dritten Parts "Rise of the Lycans" von 2009 die schlechteste Premiere. Der 35 Millionen Dollar teure Fantasy-Film mit Kate Beckinsale steht auf 3070 Spielplänen. Die ScreenGems-Produktion steigt als Vierter ein.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde Golden Globe-Triumphator "La La Land" mit Emma Stone (5. Woche / bisher insgesamt 52 Millionen Dollar); Sechster wurde "Passengers" (3. Woche / 81 Mio.); Siebter wurde die Komödie "Why Him?" mit Bryan Cranston (3. Woche / 49 Mio.); Achter wurde "Moana" ("Vaiana" / 7. Woche / 225 Mio.); Neunter wurde das Viola Davis-Drama "Fences" (4. Woche / 41 Mio.) und Zehnter schließlich "Assassin's Creed" (3. Woche / 50 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Das mit vielen Preisen - darunter gestern auch mit einem Golden Globe für Hauptdarsteller Casey Affleck - gewürdigte Drama "Manchester by the Sea" hat sich an seinem achten Wochenende mit 34 Millionen Dollar aus den Charts verabschiedet. Je nachdem, wie nun die weitere Preisverleihungssaison - insbesondere im Zuge der Oscar-Nominierungen, die am 24. Januar bekannt gegeben werden - verlaufen wird, kann die 9 Millionen Dollar teure Roadside Attractions-Produktion aber auch den Wiedereinstieg in die Top Ten schaffen.

Bei "Collateral Beauty" spricht niemand von Preisen. Das Will Smith-Drama ist von den Kritikern übel verspottet und von den Zuschauern weitgehend ignoriert worden, so dass für die 36 Millionen Dollar teure New Line Cinema-Produktion nach vier Wochen lediglich 30 Millionen Dollar zu Buche stehen.



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