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Passengers - Jennifer Lawrence, Chris Pratt und...Sheen
Passengers - Jennifer Lawrence, Chris Pratt und Michael Sheen
© Sony Pictures

Kinocharts Deutschland (5. - 8.1.): Viele Mitreisende bei "Passengers"

Omar Sy's Vaterfreuden lockt Besucher

Ein starker Auftakt ins Kinojahr 2017: Die Filme in den Top Ten wurden von insgesamt rund 2 Millionen Zuschauern gesehen, so dass das Ergebnis des Vorjahreswochenendes, als "Star Wars: Das Erwachen der Macht" mit Daisy Ridley und 848 000 verkauften Karten an seinem dritten Wochenende die Spitze anführte, erreicht wurde. Ein tröstlicher Auftakt nach einem insgesamt miserablen 2016 für die deutschen Kinobesitzer. Die offiziellen Zahlen kommen erst noch, aber man geht von nur rund 120 Millionen oder weniger verkauften Karten aus, was der schlechteste Wert seit 1992, dem Jahr von "Die Schöne und das Biest", sein könnte.

Gold
Wie in den USA hat "Rogue One" kein viertes Wochenende an der Chartsspitze erleben können. Dafür verantwortlich war "Passengers", der zum Debut 412 000 Zuschauer anziehen konnte. Der Science Fiction-Film mit Jennifer Lawrence stand auf dem Programm von 532 Spielorten. Ein wesentlich verheißungsvollerer Start als in den USA für die Columbia Pictures-Produktion.

Sillber
"Rogue One: A Star Wars Story" ist nun auf dem langsam absteigenden Ast. 60 Filmtheater nahmen den Science Fiction-Film zur vierten Woche vom Spielplan, so dass der Felicity Jones-Film nicht mehr der meistgezeigte Streifen Deutschlands ist. Dieser Titel gebührt nun "Sing", der in 726 Kinos läuft. Und auch der Thron ist futsch. 317 000 Kinogänger wollten die Walt Disney-Produktion sehen, was einem nur erfreulich schwachen Zuschauerschwund von minus 31 Prozent entspricht. 3,5 Millionen Karten sind für das Spin off nun insgesamt verkauft worden. "The Force Awakens" lag zum gleichen Zeitpunkt bei der doppelten Zahl.

Bronze
"Vaiana" konnte fast das gleiche Ergebnis des Vorwochenendes erreichen - der Besucherschwund liegt bei vernachlässigenswerten minus 3 Prozent - und setzte 270 000 Karten ab. Walt Disney Studios haben für die dritte Woche 46 weitere Lichtspielhäuser gebucht, so dass der Animationsfilm nun auf 652 Spielplänen steht. Alles in allem haben sich bis jetzt 1,3 Millionen kleine und große Zuschauer an dem Werk mit der Stimme von Andreas Bourani erfreut, das von "Passengers" ebenfalls um einen Platz nach unten befördert wurde.

Die Neuen
Omar Sy ist aktuell in bloß 215 Lichtspielhäusern mit seinem "Plötzlich Papa" zu sehen - doch die Nachfrage nach der französischen Komödie war so groß, dass sie 179 000 Zuschauer verzeichnete. Das mündet in den sechsten Platz für die Tobis-Produktion.

In Großbritannien gibt es seit 1987 die Fernsehserie "Fireman Sam", die letztes Jahr in ihrer zehnten Staffel gelaufen ist. "Feuerwehrmann Sam - Achtung Außerirdische" ist nichts weiter als eine Kinoauswertung einer solchen Fernsehfolge und daher auch lediglich 60 Minuten lang. Stefan Stiletto vom "FILMDIENST" hat dazu eine klare Meinung: "Selbst fürs Kinderfernsehen wäre dieses niedrige Qualitätsniveau grenzwertig. Im Kino ist es eine Frechheit." Doch gelang es offenbar genügend Heranwachsenden, ihre Eltern zu überzeugen, mit ihnen diesen walisischen, aber in China computeranimierten Streifen anzuschauen. So reicht es noch zum zehnten Platz mit 73 000 Besuchern. Der Münchner Verleiher Justbridge Entertainment hat den Animationsstreifen in 267 Spielstätten gebracht und kann sich nun über den Achtungserfolg freuen.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Sing" (5. Woche / bisher insgesamt 2,0 Millionen Zuschauer); Fünfter ist "Vier gegen die Bank" (3. Woche / 869 000); Siebter ist "Assassin's Creed" (2. Woche / 771 000); Achter ist "Willkommen bei den Hartmanns" (10. Woche / 3,3 Mio.) und Neunter schließlich "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (8. Woche / 3,3 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Allied - Vertraute Fremde" mit Marion Cotillard und Brad Pitt zog lediglich 224 000 Besucher in drei Wochen in die Säle. Die Paramount Pictures-Produktion ist damit wie in den USA gefloppt. Mit weltweit aktuell 92 Millionen Dollar sind die reinen Produktionskosten von 85 Millionen Dollar gerade mal übertroffen werden. Schwarze Zahlen dürfte der Thriller nicht mehr schreiben.

"Die Vampirschwestern 3 - Reise nach Transsilvanien" hat sich mit 300 000 jungen und älteren Besuchern in fünf Wochen achtbar geschlagen, aber der Trend ist kein Freund der deutschen Abenteuerfilmreihe. Der erste Teil konnte 2012 noch 902 000 Karten absetzen, der zweite Part zwei Jahre darauf noch 620 000. Columbia Pictures werden sich gut überlegen, ob es hier noch einen vierten Part geben soll.

Da dürften sich Universal Pictures deutlich mehr erhofft haben, selbst wenn man in Rechnung stellt, dass "Nocturnal Animals" hier zu Lande eher in den Programmkinos als in den Multiplexen gelaufen ist - trotz der klingenden Namen Amy Adams, Jake Gyllenhaal und Tom Ford. Bloß 139 000 Zuschauer haben in drei Wochen ein Ticket für den Thriller erworben. Dieser Flop liegt im weltweiten Trend, der nur durch Oscar-Weihen gedreht werden könnte.



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