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Cars 3 - Evolution
Cars 3 - Evolution
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (16. - 18.6.): "Cars 3" untertourig zu Rang eins

Tupac Shakur zieht die Blicke auf sich

Gleich vier neue Produktionen rangen am Wochenende in Nordamerika um die Zuschauergunst, und mit "Cars 3" gelang es einer, den mächtigen "Wonder Woman" zu entthronen. Dahinter überraschte die Tupac Shakur-Filmbiographie, während Scarlett Johansson und ihre Mädelsbande nicht nur auf der Leinwand einen bösen Absturz erlebten. Insgesamt lagen die Top Twelve-Streifen bei einem Gesamtumsatz von guten 182 Millionen Dollar, was aber nicht an das hervorragende Vorjahreswochenende in Höhe von 226 Millionen Dollar heran kommt, als mit "Finding Dory" eine andere Pixar-Produktion in ganz andere Sphären vorstieß als "Cars 3".

Gold
Keine Frage, dass die "Cars"-Reihe nicht gerade das Stärkste ist, was die Animationskünstler bei Pixar bisher auf die Leinwand gezaubert haben. "Cars 2" wirkte 2011 wie ein trotziges Beharren darauf, dass das Original von 2006 keine schlechte Idee gewesen war. Heraus kam das wohl bisher schwächste Pixar-Werk. Doch spielt das eine Rolle? Geld machen die Animationsstreifen mit der Stimme von Owen Wilson so oder so, und sarkastische Kritiker verweisen darauf, dass die Kinofilme nur Begleitwerk des Merchandising sind. Schon bis zu "Cars 2" hatte der Walt Disney-Konzern rund 10 Milliarden Dollar weltweit durch Spielzeug, Bettwäsche und so weiter eingenommen...

Jetzt also "Cars 3", der den Rezensenten zufolge wieder qualitativ besser als der Vorgänger sein soll und mit 175 Millionen Dollar sogar 25 Millionen Dollar günstiger als jener. Doch der Enthusiasmus der kleinen und großen Besucher scheint ein ganzes Stück abgekühlt. 53 Millionen Dollar in 4256 Kinos - damit löst die Walt Disney-Produktion "Wonder Woman" nicht nur als meistgesehenen, sondern auch als meistgezeigten Streifen ab - sind ein gutes, aber kein überragendes Ergebnis. Und es bleibt auch hinter den Premierenergebnissen der ersten beiden Parts zurück: "Cars" startete einst mit 60 Millionen Dollar und "Cars 2" mit 66 Millionen Dollar.

Silber
Warner Brothers Pictures werden sich ärgern. "Wonder Woman" führt ihnen vor, wie viel besser so eine Comic-Verfilmung läuft, wenn sie tatsächlich was taugt. Nach drei Wochen steht der Fantasy-Film bereits bei 275 Millionen Dollar und wird in dieser Woche den Gesamtumsatz von "Men of Steel" übertreffen, der sich 2013 mit 291 Millionen Dollar aus dem Box Office-Rennen verabschiedet hatte. Im Wochenvergleich fiel der Zuschauerrückgang für das Gal Gadot-Werk mit lediglich minus 30 Prozent phantastisch niedrig aus. Viele Filme können sich glücklich schätzen, am dritten Wochenende noch über 20 Millionen Dollar einzuspielen - "The Mummy" schafft gar am zweiten Wochenende nur noch 14 Millionen - "Wonder Woman" sackte 40 Millionen Dollar ein! 4018 Lichtspielhäuser präsentieren die 149 Millionen Dollar teure Warner Brothers-Produktion derzeit, 147 weniger als in der Vorwoche.

Bronze
"All Eyez on Me" ist die Überraschung des Wochenendes. Analysten hatten gerade mal mit der Hälfte dessen kalkuliert, was das Drama über den Rapper Tupac Shakur dann tatsächlich zum Debut eingefahren hat. Die Summit Entertainment-Produktion erreicht trotz schlechter Besprechungen und einem mit 2471 Spielorten nicht allzu üppig ausgefallenen Verleih sehr gute 27 Millionen Dollar. Jetzt sieht es für den Streifen ohne große Stars, aber einem hoch gelobten Demetrius Shipp Jr. in der Hauptrolle, bestens aus, die reinen Produktionskosten von 47 Millionen Dollar bereits auf dem Heimatmarkt wieder herein zu holen.

Die Neuen
Ebenfalls ohne Stars und mit bloß 2270 Filmtheatern kommt der britische Horrorfilm "47 Meters Down" aus; über die 11 Millionen Dollar zur Premiere auf Platz fünf werden sich die Manager beim Verleiher Entertainment Studios, dessen erster Kinofilm dies ist, deshalb mit Sicherheit nicht beschweren. Die Kosten für den Streifen mit Claire Holt und Mandy Moore und vielen Haien sind nicht bekannt.

Für "Rough Night" ("Girls Night Out") sind sie mit 20 Millionen Dollar beziffert, und Columbia Pictures können froh sein, dass sie so niedrig ausgefallen sind, denn ganz offensichtlich haben sie es hier mit einem dicken Flop zu tun. Die Komödie im Stil von "Bridesmaides" und "Hangover" landet mit gerade mal 8 Millionen Dollar auf dem siebten Platz. Ein hartes Wochenende für den Scarlett Johansson-Streifen, der immerhin in 3162 Kinos angelaufen ist.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The Mummy" (2. Woche / bisher insgesamt 57 Millionen Dollar); Sechster wurde "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" (4. Woche / 150 Mio.); Achter wurde der Animationsstreifen "Captain Underpants: The First Epic Movie" mit der Stimme von Ed Helms (3. Woche / 58 Mio.); Neunter wurde "Guardians of the Galaxy Vol. 2" (7. Woche / 375 Mio.) und Zehnter schließlich der Horrorfilm "It Comes at Night" mit Joel Edgerton (2. Woche / 11 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Nur mäßig erfolgreich und angesichts von 69 Millionen Dollar Produktionskosten nicht erfolgreich genug, ist "Baywatch". Die Paramount Pictures-Komödie mit Dwayne Johnson hat in vier Wochen Karten im Wert von 55 Millionen Dollar verkauft.

Das Drama "Megan Leavey" um Kate Mara und ihren Spürhund, das in der Vorwoche schwach gestartet war, kann sich nicht in den Charts halten. Mit nur 8 Millionen Dollar ist die Bleecker Street-Produktion schon wieder Box Office-Geschichte.

Ebenfalls ein leidiglich mäßiger Erfolg ist der 97 Millionen Dollar teure "Alien: Covenant" geworden. Der Ridley Scott-Streifen erreicht in fünf Wochen bloß 73 Millionen Dollar und liegt damit weit hinter "Prometheus" und dessen 126 Millionen Dollar vor fünf Jahren zurück.

Das Drama "Everything, Everything" ("Du neben mir") mit Nick Robinson ist mit 33 Millionen Dollar in fünf Wochen zwar kein Erfolg geworden, hat aber immerhin die 10 Millionen Dollar Produktionskosten für Warner Brothers Pictures locker übertroffen.



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