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Stimmungsumschwung

"Fan" will Nicole Kidman verklagen

Gestern ist der "Fan", der Nicole Kidman nachstellte, vom Gericht verurteilt worden, sich drei Jahre von der Schauspielerin fernzuhalten. Doch der Verurteilte zeigt sich uneinsichtigE-mails, Liebesgedichte, Telephonanrufe, Briefe, Auftauchen vor dem Haus, ungebetene Einladungen - Nicole Kidman ("Eyes Wide Shut") fühlte sich von Matthew Hooker bedroht und fürchtete um "unsere Sicherheit", wie sie gestern in einer schriftlichen Mitteilung das Oberste Gericht in Santa Monica wissen ließ. Durch ihre Klage vom 7. Mai wollte sie eine Verfügung gegen Hooker erwirken lassen, die es diesem untersagen sollte, sich der Schauspielerin auf weniger als 250 Meter zu nähern.

Hooker, der sich vor Gericht selbst vertrat, räumte die ihm vorgeworfenen Handlungen ein, diese seien aber nicht als Bedrohung zu verstehen gewesen, sondern er habe sich lediglich mal mit Nicole treffen wollen. Als sie sich zufällig im März in einer Buchhandlung begegnet seien, habe sie "wie verrückt mit mir geflirtet. Sie schenkte mir ein unglaubliches Lächeln, und ihre Augen funkelten. Ich bin ein Single, der nach einer guten Frau Ausschau hält, daher war ich interessiert."

Richter Alan Haber entschied nach der zweiten Verhandlung des Falls, dass Miss Kidmans Aussagen mehr Glauben zu schenken sei und es "klare und überzeugende Beweise" gebe, dass Hooker die 33jährige "ernsthaft belästigt" habe. Der 40jährige wurde verurteilt, sich ab sofort drei Jahre lang der Klägerin nicht zu nähern. "Ob es Ihnen gefällt oder nicht, ich erwarte, dass Sie dieser Anordnung Folge leisten. Sollten Sie es nicht tun, hätte das Konsequenzen für Sie, die Ihnen bestimmt nicht gefallen würden", fand der Richter deutliche Schlussworte für den Verurteilten.

Dieser zeigte jedoch wenig Einsicht und äußerte nach der Verhandlung vor der versammelten Presse, er beabsichtige, das Urteil anzufechten und im Gegenzug Nicole wegen Verleumdung auf "Millionen Dollar" zu verklagen. "Diese Frau hat mich äußerst ungerecht behandelt. Es gibt keinen Grund, eine Verfügung gegen mich zu verhängen. Ich habe nie jemanden bedroht, ich bin ein Gentleman." Nun sei sein Name befleckt, was ihn bereits einige Geschäftsabschlüsse gekostet habe. Hooker betreibt mehrere Internet-Seiten und will 2004 als US-Präsidentschaftskandidat antreten. "Für mich ist diese ganze Kidman-Geschichte sehr, sehr schädlich und könnte alle politischen Ambitionen, die ich habe, zerstören. Diese Frau widert mich an", machte er aus seiner neuen Stimmungslage keinen Hehl.
31.05.2001 von Ralf Schmitt





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