*30 Januar 1974 in Haverfordwest, Pembrokeshire, Wales (Großbritannien)
Name:
Christian Charles Philip Bale
Größe:
1.83 m
Augenfarbe:
blau
Haarfarbe:
braun
Trivia
Die Rolle des psychopatischen Yuppies Patrick Bateman in "American Psycho" wurde zuerst Edward Norton angeboten, der sie jedoch ablehnte. Lions Gate bevorzugte dann Leonardo DiCaprio über Christian Bale, so dass die Regisseurin Mary Harron, die sich für Bale entschieden hatte, das Projekt zunächst fallen ließ. Daraufhin war Oliver Stone für die Regie im Gespräch, der sich jedoch dagegen entschied, nachdem DiCaprio "The Beach" vorzog. DiCaprio hatte Bale zuvor beim Casting für "Titanic" ausgestochen.
Bale schlug Jake Gyllenhaal beim Casting für "Batman Begins". Gyllenhaal setzte sich zuvor bei "Jarhead" gegen Bale durch
Ist Vegetarier, seit er im Alter von sechs Jahren "Charlotte's Web" las
Sein Großvater (väterlicherseits) arbeitete in Südafrika als Stunt Double für John Wayne, bei den Dreharbeiten zu "Hatari". Bales anderer Großvater arbeitete in England als Stand-up-Komiker und Zauberkünstler.
Über die Reaktionen seiner Frau Sibi auf seine ständige Veränderung von Aussehen und Akzent: "Ich klinge für sie immer anders. Sie musste außerdem mit verschiedenen Charaktertypen leben. (...) Als ich 'The Machinist' gedreht hatte, hat sie danach gesagt 'Oh, ich vermisse Trevor. Ich möchte Trevor wiedersehen. Wo ist er?" Sie mag es, mit einer großen Bandbreite von Männern zu leben. Wenn es die ganze Zeit nur ich wäre, würde sie sich vielleicht langweilen." Aus einem Interview mit ninemsn
Über sein neues Gebiss für "American Psycho": "Als ich meine Zähne für 'American Psycho' machen ließ, haben mich die Leute - das schwöre ich - anders behandelt - nur, weil ich gerade Zähne hatte. Davor hatte ich gute alte englische Zähne, mit kleinen Fängen an den Seiten. Ich habe einen Abdruck davon, weil das meine Zähne sind, und den will ich niemals verlieren." Aus einem Interview mit ninemsn
Biographie
Christian Bale wurde am 30. Januar 1974 im südwalisischen Haverfordwest geboren. Sein Vater David Bale, ein Pilot, Tierschutzaktivist und später Talentmanager, stammte aus Südafrika. Christians Mutter Jenny James ist Engländerin und arbeitete in seiner Kindheit als Tänzerin und Zirkusclown. Seine Eltern trennten sich 1992 und David Bale heiratete später die berühmte Feministin Gloria Steinem. Er verstarb im Dezember 2003 mit 62 Jahren an einem Gehirnlymphom. Christian ist das jüngste Kind seiner Familie: Er hat zwei ältere Schwestern, Louise und Sharon, sowie eine Halbschwester namens Erin Bale Kreunen, aus der ersten Ehe seines Vaters. Durch den Beruf der Mutter zog die Familie häufig um, unter anderem nach Portugal und Kalifornien. 1976 ging es zunächt nach Bournemough, England, wo Christian die Grundschule besuchte und sich als Rugbyspieler hervortat. Außerdem nahm er Ballett- und Gitarrenunterricht. Als Christians Schwester Louise begann, am Londoner West End in "Bugsy Malone" aufzutreten, entschloss er sich, ebenfalls Schauspieler zu werden - was von seinem Vater mit einigem Enthusiasmus unterstützt wurde. Er gab seine Karriere als Pilot auf und managte Christians erste Karriereschritte, wie beispielsweise einen Werbespot für Lenor, den er mit acht Jahren landete. Als die Familie in Reading lebte, gehörte Bale für kurze Zeit einer Theater-Lerngruppe an, in der auch Kate Winslet auftrat.
1984, mit zehn Jahren, gab Christian Bale sein Debüt am Theater - neben "Mr Bean" Rowan Atkinson, in "The Nerd". Zwei Jahre später trat er als junger Zar Alexei Nikolajewitsch Romanow im TV-Film "Anastasia: The Mystery of Anna" auf. Dem folgten Hauptrollen in den Serien "Heart of the Country" und in der Verfilmung von Astrid Lindgrens"Mio mein Mio" (1987), neben Christopher Lee. Amy Irving, Christians Co-Star in "Anastasia", empfahl ihn ihrem damaligen Ehemann Steven Spielberg, für die Hauptrolle von dessen Verfilmung von J.G. Ballards "Im Reich der Sonne" (1987) - für Spielberg der kommerzielle Flop seiner Karriere, für Bale der Übergang vom in Europa bekannten Kinderdarsteller zum international beachteten Teenage-Talent. Obwohl Spielberg zunächst nicht sehr von ihm beeindruckt war, setzte Bale sich gegen rund 4000 Mitbewerber durch. Für seine Performance kreierte die amerikanische Kritikervereinigung National Board of Review of Motion Pictures eigens eine neue Preisträgerkategorie bei ihrer jährlichen Award Show, "Best Performance by a Juvenile Actor". Das plötzlich extreme Interesse von Presse und Schulkameraden wurde Bale jedoch schnell zu viel, so dass er kurzzeitig erwog, das Schauspielen aufzugeben. Kenneth Branagh überredete ihn schließlich, weiterzumachen. Er gab ihm 1989 eine Rolle in seiner gefeierten Filmversion von Shakespeares "Henry V" an, neben ihm selbst, Ian Holm, Emma Thompson, Judi Dench und Robbie Coltrane. Ein Jahr später stand er als Jim Hawkins in der Hauptrolle von "Die Schatzinsel" vor der Kamera, neben Charlten Heston als Pirat Long John Silver. Dessen Sohn Fraser Clarke Heston inszenierte die Fernseh-Literaturverfilmung, in der außerdem auch Christopher Lee wieder neben Bale auftrat. 1992 folgte das Disneymusical "Newsies - Die Zeitungsjungen" - dem bis dato größten Flop seiner Karriere, den Bale heute noch bereit. Kurioserweise fand der Film zu Beginn seiner Videolaufzeit dann doch noch ein größeres Publikum und gilt heute als klassischer Fun Trash des Jahrzehnts. 1993 ging's ebenfalls mit Musik anderer Zeiten weiter: In "Swing Kids" spielte er einen deutschen Jugendlichen zur Nazizeit, der nachts dem verbotenen amerikanischen Swingtanz frönt. Im selben Jahr ließ er sich mit seinem Vater in L.A. nieder - was die Trennung von seiner Freundin der letzten fünf Jahre nach sich zog, die in England studierte.
1994 erwählte Winona Ryder den damals 20jähigen Bale zum Co-Star in der gefeierten Literaturverfilmung "Betty und ihre Schwestern". Bei einer Party nach den Dreharbeiten verliebte er sich neu, in Ryders Assistentin Sandra "Sibi" Blazic (*14.04.1970), ein ehemaliges Model. Sechs Monate später machte er ihr einen Heiratsantrag. Die Hochzeit folgte im Januar 2000. Am 27. März 2005 kam die gemeinsame Tochter Emmaline zur Welt. Der Erfolg von "Betty" etablierte Bale als Mädchenschwarm und zog eine engagierte Fanseite im damals noch jungen Internet nach sich, die Webauftritte von den zu dieser Zeit angesagten Stars wie Tom Cruise weit hinter sich ließ.
1996 übernahm Bale eine Nebenrolle in Jane Campions Verfilmung von Henry James' Roman "Portrait of a Lady". Ein Jahr später stand Bale als schwuler Glam Rock-Fan neben Ewan McGregor und Jonathan Rhys Meyers für Todd Haynes' "Velvet Goldmine" vor der Kamera. 1999 trat er wiederum in einer Star-besetzten Shakespeare-Verfilmung auf, neben Kevin Kline, Michelle Pfeiffer und Robin Wright Penn in "Ein Sommernachtstraum".
Das neue Jahrtausend begann Bale mit einer ikonischen Rolle, um die er eine zeitlang mit Leonardo DiCaprio konkurrierte: Die Regisseurin Mary Harron wollte ursprünglich Bret Easton Ellis' Thriller "American Psycho" mit Bale in der Hauptrolle verfilmen. Doch die Produktionsfirma Lions Gate entschied sich stattdessen für DiCaprio - woraufhin Harron das Projekt zunächst fallen ließ. Daraufhin war Oliver Stone für die Regie im Gespräch, der sich jedoch dagegen entschied, nachdem DiCaprio "The Beach" vorzog. So übernahm Bale die Rolle des psychopathischen Yuppies Patrick Bateman. Der Film war zu gewalttätig, um ein Kassenerfolg zu werden, verschaffte Bale aber neuen Respekt von Kritikern und Filmfans. Das ebenfalls 2000 gedrehte Remake "Shaft - Noch Fragen?" von John Singleton wurde jedoch allgemein belächelt. Im nächsten Jahr folgte der beschauliche Historienfilm "Corellis Mandoline", in dem Bale als griechischer Fischer neben Nicolas Cage und John Hurt zu sehen ist. Trotz der Stars und romantischer Kulisse erwies sich auch dieser Film als Flop. Nicht besser erging es dem 2002 gedrehten Indiedrama "Laurel Canyon", in dem Bale neben Kate Beckinsale und Frances McDormand auftrat. Die Tiefpunkte waren jedoch der Fantasy-B-Movie "Die Herrschaft des Feuers", ein Drachenspektakel mit Bale und Matthew McConaughey in den Hauptrollen, das auch die Fangirls von beiden nicht zum Hit machen konnten, sowie "Equilibrium" (2002), ein SciFi-Debakel von Kurt Wimmer.
Zwei Jahre später gewann Bale dann mit dem spanischen Thriller "The Machinist" den Respekt von Kritikern und Filmfans zurück. Für die Rolle des Trevor Reznik nahm er fast 30 Kilo ab, um den an Schlafmangel leidenden und kontinuierlich abmagernden Trevor realistisch darstellen zu
können. Direkt nach den Dreharbeiten ging es für ihn dann mit eiweißreicher Ernährung und rigorosem Krafttraining weiter: Für die Hauptrolle in "Batman Begins"(2005) legte er fast 14 Kilo Muskelmasse zu seinem ursprünglichen Normalgewicht zu. Der Film war ein grandioser Erfolg und bescherte Bale einen zweiten Ausflug im Batkostüm, in "The Dark Knight" (2008). Zuvor versammelte Christopher Nolan außerdem ihn und "Butler Alfred" Michael Caine, sowie "Wolverine" Hugh Jackman noch für den mysteriösen Historienthriller "The Prestige" (2006). Danach folgte wieder eine radikale Diät: In Werner Herzogs "Rescue Dawn" stellt Bale den Deutschen Dieter Dengler dar, der sich in den USA zum Kampfpilot ausbilden lässt, während des Vietnamkriegs über Laos abgeschossen wird und eine abenteuerliche Flucht überlebt. Der Film wurde von der Kritik positiv aufgenommen, konnte aber in den US-Kinos kein Publikum finden. "I'm not there" (2007) brachte Bale wieder mit Todd Haynes zusammen. Bale spielt Jack Rollins, eine christliche Inkarnation von Bob Dylan. Eine weitere stellt Heath Ledger dar - Bales späterer Co-Star in "The Dark Knight". 2007 war Bale außerdem im Remake des Westerns "Todeszug nach Yuma" zu sehen, als rechtschaffener Rancher neben Russell Crowe als unberechenbarer Gangster. Mit dem Film konnte er sowohl bei den Kritikern, als auch an den Kinokassen punkten.
Nach der Londoner Premiere von "The Dark Knight", im Juli 2008, wurde Bale von seiner Mutter Jenny und seiner Schwester Sharon beschuldigt, sie im Londoner Dorchester
Hotel "angegriffen" zu haben.
Mutter und Schwester zeigten ihn auf dem Polizeihauptpräsidium von
Hampshire an, woraufhin Bale sich zum Verhör in ein Londoner Revier
begab. Bale bestritt die Vorwürfe und die Polizeit gab ihm schließlich Recht. Anscheinend hatte Bales Mutter seine jugoslawischstämmige Ehefrau beleidigt, woraufhin er sie schreiend verteidigte - rein verbal, versteht sich.
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