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Julie Christie (73)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 14. April 1941 in Chabua, Assam, Indien
Name: Julie Frances Christie
Größe: 157 cm
Augenfarbe: blau

Lehnte Hauptrollen in "Rosemaries Baby" (1968), "Das Tal der Puppen" (1967), "Der Pate" (1972), "Chinatown" (1974) und "Ein Mann für gewisse Stunden" (1980) ab.

spricht fließend französich und italienisch

war in den 60ern eng mit der Schauspielerin Sharon Tate befreundet

Oscar 2008
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Beste Hauptdarstellerin
2006


Bildergalerie

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Biographie

Christie wurde 1941 auf einer Teeplantage in Indien - damals noch Teil des Britischen Empires - geboren. Die Plantage gehörte ihrem Vater, Frank St. John Christie. Ihre Mutter, Rosemary Christie, war eine Malerin aus Hove. Ihre Eltern trennten sich, als Julie noch ein Kind war und zogen nach der Unabhängigkeit Indiens nach England zurück. Dort besuchte sie verschiedene Internate - dank ihres Temperaments wurde sie mehrmals rausgeworfen - und studierte nach einem längeren Frankreichaufenthalt schließlich an der Prestige-trächtigen Londoner Central School of Speech and Drama Schauspiel.

1961 landete Julie ihren ersten großen Auftritt, in der Hauptrolle der BBC-SciFi-Serie "A For Andromeda". Dadurch kam sie für die Rolle der Honey in "James Bond jagt Dr. No" ins Gespräch - die allerdings Ursula Andress erhielt. Christie startete ihre Kinokarriere mit John Schlesingers "Geliebter Spinner" (1963). Zum internationalen Star wurde sie dann zwei Jahre später, mit Hauptrollen in "Darling" (wieder von Schlesinger) und im Kassenhit "Doktor Schiwago". Für die Darstellung des kapriziösen Models Diana in "Darling" erhielt sie 1966 den Oscar für die Beste Hauptdarstellerin. Für den Part war ursprünglich Shirley MacLaine vorgesehen, die bis heute zu Christies engsten Freundinnen gehört.
Es folgte François Truffauts SciFi-Drama "Fahrenheit 451" (1966), für dessen männliche Hauptrolle ursprünglich Christies ehemaliger Lover Terence Stamp vorgesehen war. Stamp fürchtete allerdings, von ihr - sie spielt eine Doppelrolle - überschattet zu werden und der Part ging an Oskar Werner. Neben Stamp trat Christie dann ein Jahr später auf, in John Schlesingers Verfilmung von Thomas Hardys "Die Herrin von Thornhill".

In der Mitte der 60er hatte sich Christie als Stilikone des Swinging London, größter britischer Filmstar und eine der damals angesagtesten Leading Ladies - neben Jane Fonda und Faye Dunaway - etabliert. 1967 verliebte sie sich in den amerikanischen Schauspieler Warren Beatty, mit dem sie bis 1974 zusammenlebte. 1971 trat sie neben ihm in Robert Altmans Neo-Western "McCabe & Mrs. Miller" auf. Für die Darstellung einer Opiumabhängigen Prostituierten erhielt sie eine Oscar-Nominierung. 1973 war sie neben Donald Sutherland in Nicolas Roegs "Wenn die Gondeln Trauer tragen" zu sehen, einem Klassiker des europäischen Kinos der seinerzeit mit einer gewagten Sexszene Aufsehen erregte - über Jahre hinweg hielt sich das Gerücht, sie sei nicht gespielt, sonder echt. Neben Beatty trat Christie danach noch zwei mal auf, in "Shampoo" (1975) und "Der Himmel soll warten" (1978). Danach wurde es lange Zeit still um sie. Nach dem Ende ihrer Beziehung mit Beatty verließ Christie Hollywood, zog auf eine Farm in Wales und widmete sich dem Tierschutz und anderen politischen Interessen.

Ihren nächsten Auftritt in einer größeren Kinoproduktion hatte sie erst 1996, als Gertrude in Kenneth Branaghs "Hamlet". Neben ihrem Co-Star Kate Winslet (Ophelia) trat sie acht Jahres spter auch in "Finding Neverland" auf. Als weiterer wichtiger Film ihres Comebacks in den 90ern gilt die Komödie "Liebesflüstern" (1997), mit Nick Nolte und Johnny Lee Miller. Dabei ist der Film selbst nicht so besonders - allein Christies Darstellung einer frustrierten Ehefrau und Mutter sticht heraus. Dafür erntete sie ihre dritte Oscar-Nominierung für die Beste Hauptdarstellerin.
Im neuen Jahrtausend folgten auch erstmals seit den 60ern wieder Blockbustern: 2004 war Christie außer in "Finding Neverland" auch als Madame Rosmerta in "Harry Potter und der Gefangene von Azkaban" und als Thetis in "Troja" zu sehen. Ein Jahr später trat sie neben Tim Robbins und Sarah Polley im gefeierten Indiedrama "Das geheime Leben der Worte" auf. Polley holte sie 2006 dann für ihr Regiedebüt "An ihrer Seite" wieder vor die Kamera, als Alzheimerpatientin, die sich im Pflegeheim neu verliebt. Dafür erntete Christie ihre vierte Oscar-Nominierung und erhielt einen Golden Globe für die beste Darstellerin in einem Drama.
2008 heiratete Christie in Indien den Journalisten Duncan Campbell (The Guardian), mit dem sie seit 1979 zusammen ist.


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