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Mädchen an die Macht!
Mädchen an die Macht!
© Kinowelt

Kritik: Mädchen an die Macht! (1998)


Wer sich noch an die seichten Teenager-Komödien der 80er Jahre erinnert, in denen halbwüchsige Jungs unter Einsatz aller Mittel am Verlust ihrer Jungfräulichkeit arbeiteten, erlebt mit "Mädchen an die Macht" ein amüsantes Déja-vu unter umgekehrten Vorzeichen - erzählt dieser Film seine Geschichte doch aus ganz und gar weiblicher Perspektive. Schon deshalb ist "Mädchen an die Macht" von Natur aus intelligenter, charmanter und interessanter als jene dümmlichen, von Knaben dominierten Kinoklamotten, die mit den 80er Jahren ausgestorben schienen.

Sarah Kernochan siedelte ihre amüsante Komödie über den Kampf der Geschlechter in den 60er Jahren an, mit den Studentenunruhen, der sexuellen Revolution, dem politischem Wandel und dem Erwachen eines radikalen Feminismus als historischem Kontext. Von einem feministischen Pamphlet aber ist "Mädchen an die Macht" zum Glück ganz weit entfernt - statt dessen lebt der Film von seinen sympathisch gezeichneten Figuren und verzichtet auf jegliche Schwarzweißmalerei.

Im Vergleich zu anderen Teenager-Komödien beweist "Mädchen an die Macht" erstaunlich viel Klasse, Stil und Tiefgang, dürfte in Ermangelung zugkräftiger Stars jedoch nahezu unbemerkt am heutigen Kinopublikum vorüberziehen.
Schade drum.




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