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Kritik: A Night At The Roxbury (1998)


Auf der nach unten offenen Dämlich- und Peinlichkeitsskala in Sachen Filmhumor wähnt man sich ja immer mal wieder in der Nähe der endgültigen Sohle. Aber dann entspringt der amerikanischen Kult-Fernsehserie "Saturday Night Live" mit absehbarer Regelmäßigkeit sog. Komikernachwuchs, der auf der erwähnten Skala eifrig punktet und die Sohle dabei weiter nach unten drückt. Jüngstes Beispiel die Herren Will Ferrell und Chris Kattan, die die Amerikaner im Fernsehen mit Sketchen beglücken, in denen das ebenso vielschichtige wie eindeutige Geschehen in und um eine Disco ausgebreitet und beleuchtet wird. In gnädiger Einsicht in die beschränkten eigenen komödiantischen Fähigkeiten haben die beiden für sich die Rollen der tumben Anmacher reserviert, ein Fach, in dem Begabung und darstellerischer Glanz eher hinderlich sind. Offenbar kommen die Sketche so gut an, daß das Ganze mit einigem Aufwand sich nun auch auf der Kinoleinwand ausbreiten darf.

Die Geschichte (will man das denn so nennen) geht so: Die Brüder Steve und Doug Butabi haben nach reichlich verspätet absolviertem Schulabschluß ihre Ziele weitergesteckt als bis zum väterlichen Seidenblumengeschäft. Eingedenk der Überschaubarkeit ihres intellektuellen Potentials gedenken sie, die lokale Disco-Szene aufzumischen und einen eigenen Club auf die Beine zu stellen. Um den hierfür nötigen Erfahrungsschatz zu sammeln, versuchen die beiden zunächst am Türsteher des angesagten Ladens der Stadt, dem Roxbury, vorbeizukommen. Diese für sie ultimative Männlichkeitsprüfung will zunächst nicht so recht klappen. Mehr durch Zufall gelangen die Butadis eines Tages aber doch an den Tresen des Roxbury. Prompt machen sie dort die Bekanntschaft des exzentrischen Clubbesitzers. Und als vermeintlich promimente VIP-Gäste des Roxbury werden die Butabi’s zur Zielscheibe einiger schriller Glücksritterinnen. Aber für die Brüder gibt es durchaus schlimmeres, als von spärlich bekleideten Disco-Mädels verführt zu werden.

Natürlich fliegt der Schwindel schnell auf, und Steve und Doug finden sich auf dem Boden der Tatsachen wieder. Aber genau hier stellt sich dann heraus, daß das Schicksal für die coolen Butabi’s noch etwas parat hält, was ihrer überschaubaren geistigen Flexibilität eher angemessen ist.

Etwas Gutes läßt sich über diesen hirnverbrannten Schmonzes dann aber doch sagen: Nach gnädigen 80 Minuten ist die bonbonfarbene Grusel-Show samt nervtötender Stampf-Mucke vorbei.




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