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Verrückt nach Mary
Verrückt nach Mary
© 20th Century Fox

Kritik: Verrückt nach Mary (1998)


Die Ära der political correctness geht zu Ende - es lebe der schlechte Geschmack! Den letzten Beweis dafür liefern Filme wie "Verrückt nach Mary".

Mit der humoristischen Ausschlachtung menschlicher Körperfunktionen haben sich die Farrelly-Brüder bereits in ihren früheren Filmen ("Dumm und Dümmer", "Kingpin") mit beachtenswerter Hingabe befaßt - mit "Verrückt nach Mary" aber übertreffen sie sich selbst: Der Film amüsiert sich nicht nur in gekonnter Slapstick-Manier über Behinderte, kleine Hunde und Hautkrankheiten, er überrascht auch mit einer ansprechenden Story und liebenswerten Charakteren - Qualitäten, von denen die meisten Klamaukfilme, etwa die eines Leslie Nielsen, nur träumen können.

Mit vergnüglichen Szenen über die Tücken der Ejakulation, gemarterte Vierbeiner und im Reißverschluß eingeklemmte Genitalien testet "Mary" auf unverschämte und gleichsam herzerwärmend naive Weise die Grenzen des Publikumsgeschmacks - und verleiht dem Begriff "Schadenfreude" eine ganz neue Dimension. Wo andere Komödien zum nächsten Gag übergehen oder verschämt die Phantasie des Zuschauers zu Hilfe rufen, setzt "Mary" einfach noch eins drauf. Und dann noch eins. Und nochmal eins.

"Verrückt nach Mary" entzieht sich somit jeglicher Kritik und ist wohl einer der seltenen Filme, bei denen der eine Teil des Publikums vor Begeisterung überschnappt, während sich der andere übergibt.





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