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Long Hello and Short Goodbye
Long Hello and Short Goodbye
© Warner Bros.

Kritik: Long Hello and Short Goodbye (1998)


Kaum ist Tresorknacker Ben (Marc Hosemann) aus dem Knast entlassen worden, soll die Polizistin Melody (Nicolette Krebitz) ihn zu einem neuen Einbruch verleiten, damit ihr Chef (Dietrich Hollinderbäumer) sich an ihm rächen kann. Doch die Liebe kommt ins Spiel, ebenso das Ehepaar Percy (Axel Milberg) und Aurelia (Sunnyi Melles) sowie Katja Riemann als zwielichtige Waffenhändlerin Ida. Die Lage wird ein wenig kompliziert und der Film gar unerträglich manieristisch, denn Rainer Kaufmanns ("Die Apothekerin") schrecklich mißratene Mixtur aus Möchtegern-Thriller und gefühlloser Love-Story traktiert das Publikum mit 95 schier endlosen Minuten überstilisierter Inhaltsleere. "Long Hello and Short Goodbye" ist handwerklich solide abgefilmter Murks in Cinemascope sowie der kläglich scheiternde Versuch, Chandlers Roman "Der lange Abschied" in Leinwandkunst mit der Plakette "Neo-Film-Noir" zu transferieren. Nichts bewegt oder berührt: nicht die wirre Handlung und auch nicht die hohlen Charaktere, für die begabte Schauspieler ihre künstlerische Integrität und wir, das Publikum, ein paar Millionen Mark in Form von öffentlichen Fördergeldern opfern mußten - denn "Long Hello and Short Goodbye" wird an den Kinokassen floppen und bestenfalls als überflüssiges Denkmal für die verquaste Selbstverwirklichung eines an sich nicht völlig unbegabten Filmemachers im Gedächtnis bleiben.




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