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Kritik: Tuvalu (1998)


Hat "Tuvalu" uns etwas mitzuteilen? Veit Helmers surreal-absurdes Treiben spielt in einem abbruchreifen Hallenbad, und seine Bilder zeigen schräge visuelle Poesie im Schwarzweiß-Duotonverfahren. So etwas geht fast ohne Dialoge ab – und dank der übertriebenen Naivität des Films auch beinahe ohne Plot.

Prätentiöse Arthouse-Ware für ein sehr, sehr kleines Publikum: Was ausgerechnet Disney als Verleih mit diesem Film im Schilde führt – darüber darf gerätselt werden. Der Stil von "Tuvalu" hätte vermutlich besser einem straffen Videoclip gedient als einem langen, dermaßen abstrusen Kinofilmexperiment in Cinemascope.

Wir sehen preisgekröntes (bayerischer Filmpreis, bester Nachwuchsregisseur usw.), infantiles Kasperletheater: Die Schauspieler agieren meist wie eine Mischung aus Primaten und den Insassen einer Nervenheilanstalt – ein grandios missglückter Rückfall in den Dadaismus, humorlos obendrein und außerdem, mit Ausnahme der letzten Filmminuten, ohne besondere Tiefe und greifbaren Sinn. Selten war ein hoch ambitionierter Film so richtungslos und überflüssig.




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