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Kritik: Makellos (1999)


Joel Schumacher hat wieder zugeschlagen und nach „Batman und Robin“ und dem die Selbstjustiz verherrlichenden Porno-Thriller „8 mm“ einen überraschend kleinen und ambitionierten Film gemacht: „Makellos“, für den Schumacher auch das Drehbuch schrieb, erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem ultra-konservativen, nach einem Schlaganfall zum Teil gelähmten Macho (De Niro) und einem freizügigen Transvestiten (Hoffman) in einem heruntergekommenen New Yorker Apartment-Haus. Das oft amüsante und zum Teil auch anspruchsvolle Kammerspiel zeichnet dreidimensionale Charaktere und setzt auf Zwischentöne, hat allerdings auch seine Längen. Ein Gangster-Subplot zieht sich wie ein roter Faden durch den Streifen, ohne so recht zum Rest des Films zu passen. Und die Figuren wirken hin und wieder überzeichnet – weniger wäre manchmal mehr gewesen.

Robert De Niro präsentiert sein altbekanntes „method acting“, verschwindet allerdings nicht spurlos hinter seiner Rolle, sondern ist stets als Schauspieler zu erkennen, der mit Brillanz und Charisma einen halbseitig Gelähmten spielt. Anders sieht es bei Philip Seymour Hoffman aus: Der Nebenrollen-Star aus „Happiness“, „Magnolia“ und „Der talentierte Mr. Ripley“ scheint wieder einmal ganz und gar in seiner Rolle aufzugehen. Wo sich De Niro vor der Kamera sichtlich bemüht, erweist sich Hoffmann als Chamäleon und empfiehlt sich als einer der absoluten Top-Darsteller unserer Zeit.





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