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Kritik: Eine wie Keine (1999)


"High School ist die Hölle!" Diese bittere Wahrheit – hierzulande und anderswo bis zum Massaker von Littleton meist als grobe Übertreibung abgetan –
bildet die Grundlage für Robert Iscoves charmante Teenager-Komödie "Eine wie keine", einer zeitgemäßen Neuauflage des "Pygmalion"-Stoffes, in der
ein scheues Mauerblümchen (Rachel Leigh Cook aus "Dawson's Creek") zur Königin des Abschlußballs mutiert und schließlich ihren Traumprinz findet
(schön, reich, sportlich und selbstverständlich Klassensprecher: Freddie Prinze jr. aus "Wing Commander").
Das klingt nach Schmalz, Klischees und Schema F, doch all das kompensiert der Film gekonnt mit Charme, Intelligenz und guten Darstellern:
Bis in die kleinen Nebenrollen ist dieser Film mit jungen Spitzenkräften wie der Oscar-Preisträgerin Anna Paquin ("Das Piano"), Matthew Lillard aus
"S.L.C. Punk" sowie Kieran Culkin und Elden Henson aus "The Mighty" erstaunlich hochklassig besetzt.
Und so ist "Eine wie keine" wohl tatsächlich, wie die Werbung stolz behauptet, eine Art "Pretty Woman" des MTV-Zeitalters: ein Film, der den
alltäglichen und mitunter tödlichen Klassenkampf an Amerikas Schulen zwar anzudeuten vermag, ihn letztlich aber stark verharmlost und zu einer
netten Love-Story mit glücklichem Ausgang reduziert.

Was aber will man von einem Genre-Film am Ende mehr erwarten?





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