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Ich träumte von Afrika - Kim Basinger, Liam Aiken
Ich träumte von Afrika - Kim Basinger, Liam Aiken
© Columbia TriStar

Kritik: Ich träumte von Afrika (2000)


Ein Film, der viel vor hat. Der notgedrungen von Ereignis zu Ereignis prescht. Der rastlos Abenteuer, Familienepos und Romanze vereint. Dadurch fehlen jedoch Schwerpunkte. Jede Szene scheint ihre Nummer zu haben, die nach und nach addiert wird. Holprig, ohne Gefühl für Rhythmus. Und das Ergebnis ist weit weniger als die Summe seiner Einzelteile.
1984 definierte Hugh Hudson mit "Greystoke" das Subgenre des Tarzan-Films neu. Emotional mitreißend und voller überwältigender Eindrücke blickte er auf den schwarzen Kontinent. An der Jahrtausendschwelle, so scheint es, hat der gute Mann sein exzellentes Gespür für Gefühl und Natur verloren. Lieblos missachtet er die großen Panoramen, hastig folgt ein vorhersehbarer Schicksalsschlag dem anderen. Und schon hetzt Hudson zum nächsten Ereignis. Da bleibt keine Zeit zum mitfühlen. Dieser Film kann nicht atmen.
Kim Basinger ist das Glanzlicht in dem auf der Autobiographie der Umweltaktivistin Kuki Gallmann basierendem Abenteuerdrama. Hudson konzentriert sich auf sie und folgt ihr in fast jeder Einstellung. Dadurch verliert er Geschichte, Nebendarsteller und Hintergrund aus den Augen. Basinger gehört sicher zu den am meisten unterschätzten Schauspielerinnen - nicht erst seit ihrer Oscarrolle in "L.A. Confidential" von 1997. Aber sie allein vermag den Film kaum zu tragen. Zumal Hudson sich auch noch an "Jenseits von Afrika" anlehnt und somit jede Eigenständigkeit vermeidet. Nach dreijähriger Pause hätte man Kim Basinger ein würdigeres Comeback gewünscht.




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