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Kritik: Sonnenallee (1999)


Zumindest in Köln hat man das Gefühl gehabt, der Film wäre gar nicht erst
aus dem Programm genommen worden- seit einem Jahr wird Sonnenallee fast
ununterbrochen gespielt, und das mit Recht. Ein guter Film, ein guter deutscher
Film und sogar eine gute deutsche Komödie. Eine Bezeichnung, die in den
letzten Jahren sicherlich nicht oft verliehen werden konnte.
Thomas Brussig schrieb die Vorlage für den unaufgeregten Jugendfilm und
Leander Haussmann inszenierte seinen ersten Kinofilm mit großer Detailfreude,
vielleicht auch ein Grund für den Erfolg – man kann auch beim
wiederholten Sehen immer wieder Neues entdecken.

Der klamottenhafte Witz könnte stören, aber der Ton des Films ist bei
aller Komik ruhig und man kann sich dem Eindruck, dass das Schicksal es gut mit
unseren Helden meint, nicht entziehen. Man lehnt sich also zurück und
begreift: Die DDR war eine Klamotte, doch irgendwie waren die auf der Seite der
Mauer vielleicht doch glücklicher als die im Westen.

Eine zweite Chance für alle, die keinen Videorecorder zu Hause haben und
sich an ihre Jugend, erste Küsse und spannende Begegnungen der peinlichen Art
mit der vergötterten Angebeteten von gegenüber erinnern möchten.




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