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Detroit Rock City
Detroit Rock City
© Kinowelt Filmverleih GmbH

Kritik: Detroit Rock City (1999)


Ihr Kinderlein kommet - und zwar zum großen KISS-Konzert: Edward Furlong ("American History X"), Giuseppe Andrews, Sam Huntington und James DeBello sind vier dicke Freunde auf dem Weg nach Detroit, wo sie die coole Rockband ihrer Träume live erleben möchten. Natürlich ohne Eintrittskarten, denn die hat eine der besorgten Mütter längst vernichtet.

Ein richtiger Cartoon ist Adam Rifkins zwischen 70er-Jahre-Nostalgie und derber Blödelei angesiedelte Fanboy-Saga, die uns in eine Zeit zurückversetzt, als Rock-Bands noch aus Ausgeburt der Hölle galten, vor denen Eltern ihren Nachwuchs schützen mussten. Mit Split-Screens, High-Speed-Kamerabewegungen und Soundeffekten überstilisiert, bedient sich dieser Streifen nicht nur gerne schräger Perspektiven, er kommt auch rechtzeitig zum KISS-Comeback ins Kino.

Jedoch: "Detroit Rock City" ist keine simple Huldigung der 70er-Jahre-Kultband, sondern eine Hommage an eine scheinbar längst vergangene, weil sagenhafte zwanzig Jahre zurückliegende Epoche: Da wird gestrippt, gekotzt und auch gerammelt - man ist schließlich nur einmal jung. So wird die alte Fehde "Heavy-Metal gegen Disco" noch einmal heraufbeschworen, und irgendwann sind die vier Teenies dann am Ziel - ihr großer Traum geht in Erfüllung.

"Detroit Rock City" ist ein Road-Movie zum Schmunzeln - ein Film, den man schon deshalb mögen darf, weil dieses Feuerwerk an derben Gags und überzogenen Charakteren sich am Ende selber persifliert. Mit Witz und Überraschungen gespickt, ist dieser Streifen eine Ode an den Ungehorsam, der man, sofern man ihr mit Offenheit begegnet, als junggebliebener Mittdreißiger kaum widerstehen kann.




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