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Kritik: Scream 3 (2000)


"Scream" läutete 1996 einen Reigen populärer Schlitzerfilme ein, und einiges deutet darauf hin, dass der nun vorliegende dritte Teil der jungen Renaissance den Todesstoss versetzt. Der Abschluss der Trilogie steht weiterhin im Zeichen des ironisch gebrochenem Spiels mit den Stereotypen des Slasher-Genres. Konnte der erste Teil mit den Mustern seiner Zunft scheinbar mühelos jonglieren, gelang die Schnitzeljadg dem Nachfolger nur noch merklich verkrampft. "Scream 3" schließlich misslingt der Spagat zwischen Nervenkitzel und Parodie komplett - Klamauk und einfallslose Wendungen geben sich die Klinke in die Hand.

Nachdem Originalautor Kevin Williamson ausstieg und sein Treatment von Ehren Kruger überarbeiten ließ, standen die Zensurzeichen in Amerika auf Sturm. Unter den Argusaugen der Medienöffentlichkeit wichen Gewalt und Zynismus einem peinlichst politisch korrekten, obendrein einfallslosen Ergebnis. Wenn sich zudem die Darsteller trotz ihrer erlebnisreichen Vorgeschichte so ahnungslos verhalten, als hätte es die Vorgänger nie gegeben, gleicht das einem Affront: Man sollte sein Publikum nie
unterschätzen.

Durch die Dreharbeiten zum Film im Film toppt Regisseur Wes Craven die Verwirrung um die Figuren und verteilt zahme Kritik an die Hollywood-Industrie. Wichtiger scheint ihm jedoch die permanente Bezugnahme auf das Genre, auf die Vorkommnisse der ersten Teile und Gastauftritte, u.a. von Roger Corman und Kevin Smith. Die Frage nach Wirklichkeit oder Fiktion kreist nur noch um den reinen Selbstzweck, doch das entscheidende, die Handlung, trägt den Film zu Grabe.





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