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Kritik: 15 Minuten Ruhm (2001)


Genauso wie "2 Days in L.A." auf der Welle von Pulp Fiction ritt, setzt Regisseur John Herzfeld auch dieses Mal auf Bekanntes. Sein "15 Minuten Ruhm" ist eine populäre Medienkritik, die bequem zwischen alle Reality-TV-Formate und die damit verbundene Selbstdarstellung und –prostitution passt. In dem Bestreben, die Medienkritik möglichst plakativ zu machen, werden zwei Serienkiller eingesetzt, die natürlich aus dem Ostblock stammen und dem kapitalistischen amerikanischen Fernsehsystem staunend gegenüber stehen. Bei der Auswahl der Killer wurde offensichtlich Wert darauf gelegt, sie gegen ihren Typ zu besetzen. Der Ungeschlachte spielt den Möchtegernregisseur, der seinen Film über die Ermordungen dann doch künstlerisch ernst nimmt. Der andere den psychopathischen Killer. Edward Burns als junger Polizist bleibt leider flach und seine Rolle letztlich ungeklärt. Das liegt vor allem daran, dass der Plot Löcher enthält, die nur durch vehemente Kürzungen zu erklären sind. So taucht der junge Polizist plötzlich am Tatort auf, ohne dass er wissen konnte, wo sich die Handlung abspielt. Ebenso plötzlich verschwindet einer der Killer. Er muss sich wohl in Luft aufgelöst haben, ohne dass das dem Zuschauer ein Grund mitgeteilt wird.
Schade, denn durch die unlogische und holprige Erzählstruktur werden die netten Ansätze, die der Film ohne Zweifel hat, zunichte gemacht. Denn Robert De Niro hat offensichtlich Spaß am Spiel und scheint in der Rolle des mediengeilen Chefermittlers gerne ironisieren zu wollen.
Das Schlimmste ist allerdings, dass der Film die Selbstjustiz bejaht und so trotz seiner vermeintlich aktuellen Idee auf das Niveau 50 Jahre alter amerikanischer Western zurück sinkt. Und das hat der Film eigentlich nicht verdient.




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