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Kritik: Black and White (1999)


Zum Einsteig leider gleich die schlechte Nachricht: James Tobacks weitgehend improvisiertes Ensemble-Doku-Straßendrama über die Hip-Hop-Szene von New York wurde vom deutschen Filmverleih zu Tode synchronisiert. Wer „Black and White“ jedoch im Original bzw. OmU zu sehen kriegt, hat gute Chancen auf ein nicht alltägliches Kinoerlebnis.

Man darf dabei nur nicht erwarten, dass dieser Film die Rassenproblematik löst. Nein, „Black and White“ ist nicht so programmatisch überladen wie ein Ghetto-Drama von Spike Lee, sondern einfach ein interessantes und authentisch dargestelltes Stück Amerika, das zudem viele Stars und Prominente ohne den sonst üblichen Glamour auf die Leinwand bringt. Beinahe privat begegnen uns so unter anderem Robert Downey Jr. (der derzeit wegen Drogenmissbrauchs im Gefängnis sitzt), Jared Leto, der Wu-Tang-Rapper Oliver „Power“ Grant, Supermodel Claudia Schiffer (die für die deutsche Fassung nicht zur Verfügung stand), Brooke Shields ("Die blaue Lagune"), Ben Stiller, Boxer und Ex-Sträfling Mike Tyson und Teenie-Star Elijah Wood ("Faculty").

Dabei sind es vor allem die spontanen, weitgehend improvisierten Szenen, die diesen Film besonders unterhaltsam machen. Allein schon Robert Downeys völlig aussichtsloses Unterfangen, mit dem homophoben Boxidol Mike Tyson anzubandeln, hebt diese interessante, unvorhersehbare, spannende und oft sehr komische Pseudo-Dokumentation aus dem sattsam bekannten Kino-Einheitsbrei heraus.




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