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Kritik: Light it up (1999)


Extremsituationen bringen die hässlichen Fratzen und schönen Gesichter der beteiligten Menschen ans Licht. So haftet den Bildern solcher Filme auch immer ein Stück weit Wahrheitssuche an.
In „Light it Up“ findet diese Wahrheit die Menschen, auch wenn diese es nicht wollen. Gemeinsam nehmen ein paar Schüler der Lincoln Highschool in Queens, New York City, den Schulpolizisten als Geisel. Ein falscher Feueralarm fegt die Schule leer, während draußen ein großes Aufgebot an Sicherheitskräften aufmarschiert. Jetzt lugt die Wahrheit hervor. Fast jeder hat neben den maroden Schulverhältnissen – kaputtes Fenster im Winter, mangelhaftes Lehrmaterial, etc – noch ein persönliches Motiv. Lester zum Beispiel trägt die tragische Vergangenheit um eine Konfrontation seines Vaters mit der Polizei auf den Schultern. Als Rädelsführer der Geiselnahme darf er viele dramatische Szenen für sich beanspruchen, so dass seine Geschichte dem Film den Stempel aufdrückt. Genau darin liegt auch die kleine Schwäche von „Light it Up“, denn das andere Thema – bessere Lernbedingungen – drängt er aus dem Zentrum, ohne es aber völlig an den Rand zu stellen. Dadurch stehen beide ohne Inspiration nebeneinander und behindern sich gegenseitig.
„Light it Up“ kann sich einfach nicht richtig entscheiden und will ein bisschen zu viel. Sehenswert bleibt der Film aber als Studie über Grenzerfahrungen.





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