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Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum
Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum
© Kinowelt

Kritik: Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum (1999)


Die ungebremste Gier nach Geld führt oft zum Crash: Die Männerwelt des Business war im kapitalistischen Amerika seit jeher auch ein Thema für die Bühne und die Leinwand. Schon 1949 setzte Arthur Miller mit "Tod eines Handlungsreisenden" ein bemerkenswertes Statement. Und 1992 zeigte David Mametss "Glengarry Glen Ross", dass es zu diesem Thema einiges hinzuzufügen gab. Oliver Stones 80er-Jahre-Börsendrama "Wall Street" handelte von Vätern, Söhnen und den Verlockungen des Geldes, und nun kommt "Risiko" daher, eine mit schlagkräftigen Dialogen aufgemotzte Neuauflage eines altbekannten und stets aktuellen Themas: Die Suche nach dem Sinn des Lebens in einer vom Geld besessenen Welt, die den Erfolg des Einzelnen allein an dessen Reichtum misst. Ben Youngers Erstlingswerk erzählt von einem jungen Broker namens Seth (Giovanni Ribisi), der seinen illegalen Glücksspielkeller auflöst, um vom autoritären Vater (Ron Ritkin), einem angesehenen Richter, endlich respektiert zu werden. Dads Skepsis ist durchaus berechtigt, denn Seth gerät bald in den Sog zwielichtiger Aktiengeschäfte. Er kommt den Machenschaften seiner Arbeitgeber auf die Spur - und bringt damit nicht nur sich selber in Gefahr. Wie "Risiko" die Charaktere präsentiert und uns ins Innenleben einer Maklerfirma blicken lässt, ist durchaus faszinierend. Sobald der Film jedoch versucht, seine Geschichte zu erzählen und die oft konstruiert wirkenden Nebenhandlungen zu bündeln, wirkt das Ergebnis aufgesetzt, fehlt es sowohl an Größe als auch an Subtilität. Letztlich ist Seth doch nur ein ungeliebter Junge, der von seinem Vater Anerkennung ernten möchte. Ein bisschen Lob und Schulterklopfen seitens der Familie - und allen wäre einiges erspart geblieben.





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