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Kritik: Das Geheimnis (2000)


Virginie Wagons sexuell freizügiges Beziehungsdrama beschreitet den gleichen Weg von Chereaus Berlinale-Gewinner "Intimacy" und Breillats "Romance". Mit aller Ungemütlichkeit und Direktheit des intellektuellen französischen Kinos spürt Wagon ihrer weiblichen Protagonistin nach, wie sie aus ihren geordneten Verhältnissen in eine Libido-Welt eintaucht.

Dabei belässt es der Film, Partei zu ergreifen und zeichnet den irrealen Ausbruchssprozess einer Hausfrau und Mutter in seinen widersprüchlichen Facetten und mit für französisches Kino typischen, ungeschminkten nackten Tatsachen. Auch hierbei steht der Körper als Angriffsfläche von Macht und Unterwerfung in der Schusslinie.

Dieses Exerzitium findet nicht zu einer explosiven Spitze wie in der Sadomaso-Studie "Die Klavierspielerin", sondern kleidet sich in einen schmucklosen, authentischen Alltag, der schwerlich noch näher an der Realität liegen könnte. Da letztlich Überraschungen sowohl in der Handlung als auch der Psychologie weitgehend ausbleiben, werden wohl nur Frankophile Arthausgänger Gefallen daran finden.





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