VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Gerard Depardieu und Glenn Close in '102 Dalmatiner'
Gerard Depardieu und Glenn Close in '102 Dalmatiner'
© Buena Vista

Kritik: 102 Dalmatiner (2000)


Eine echte Fortsetzung ist das nicht gerade, was mit "102 Dalmatiner" über die Leinwand läuft. Um die Ereignisse des ersten Teils geht es den Machern nahezu gar nicht, so dass sie einfach eine erneute Variante des Motivs um die Hexe, welche gerne einen Mantel aus Dalmatinerfellen besitzen möchte, kreieren. Dieser dämonische Teil der Geschichte um das Ansinnen der Hexe und ihres Komplizen, eines unverschämt fiesen Modemachers, trägt dann auch den Film über die Hürden seiner Schwächen.
Zu breit ist der Raum, den "102 Dalamtiner" der Liebesgeschichte zwischen der Bewährungshelferin und dem Hundeasylinhaber gibt. Sie ist wenig originell und spannend, so dass der Film einen großen Teil der Wirkung den er haben könnte grundlos verspielt. Viel wirkungsvoller ist das effektive Zusammenspiel von Glenn Close und Gérard Depardieu. Gerade Depardieu liefert mit seiner Rollenanlage des Modedesigners, einer irrwitzigen Mischung aus eitlem Narzissten und abgründiger Schurkenseele, eine gelungene Parodie auf die reale Glitzerwelt der Modeschauen ab. Glenn Close ist wie im ersten Teil die wild grimassierende und herumgestikulierende Inkarnation einer Comic-Hexe. Irgendwie schön böse, aber jederzeit so übertrieben, dass kaum ein Zweifel besteht, dieses Scheingeschöpf wird nicht den Sieg davontragen. Da die eigentliche Geschichte des Films nicht viel hergibt, hat der Zuschauer dementsprechend viel Zeit, sich an diesen beiden Vollblutdarstellern satt zu sehen.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.