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Kritik: Nur noch 60 Sekunden (2000)


Jerry Bruckheimer hat wieder zugeschlagen: Der millionenschwere Action-Produzent, dem wir tiefschürfende High-Budget-Streifen wie „The Rock“, „Con Air“ und „Armageddon“ zu verdanken haben, erklimmt mit „Nur noch 60 Sekunden“ in Rekordzeit einen neuen Höhepunkt in Sachen Oberflächlichkeit. Der Film ist eine Art Remake des Billig-Action-Films „Die Blechpiraten“ aus dem Jahr 1974. Von einem echten Plot, einer sinnvollen Story oder glaubwürdigen Figuren kann somit nicht die Rede sein – statt dessen geht es um haarsträubende Verfolgungsjagden, die mit der Zeit jedoch ermüdend wirken.

Was für ein Pech, dass das von Dominic Sena ("Kalifornia") innerhalb von knapp zwei Stunden lieblos aber routiniert gezündete Action-Feuerwerk zwar ausgesprochen teuer war, jedoch das Kinopublikum sogar im Multiplex-Amerika nicht allzu lange fesseln konnte: Am Anfgang spielte „Gone in 60 Seconds“ in den USA zwar mächtig Kohle ein – dann aber sprach sich schnell herum, dass derart plumpe Action-Orgien nicht besonders unterhaltsam sind.

Über schauspielerische Leistungen (tatsächlich sind die Oscar-Preisträger Angelina Jolie, Robert Duvall und Nicolas Cage mit von der Partie) braucht man bei diesem reinrassigen Popcorn-Streifen nicht zu diskutieren – die Stars sind letztlich gut aussehende Statisten, die noch mehr Menschen in die Kinos locken sollten. Die Rechnung aber ist nicht aufgegangen, und so dürfte „Gone in 60 Seconds“ auch bei uns bald wieder in Vergessenheit geraten.





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