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Knocked out - Eine schlagkräftige Freundschaft
Knocked out - Eine schlagkräftige Freundschaft
© Ascot

Kritik: Knocked out - Eine schlagkräftige Freundschaft (1999)


Mit einigen Sportkomödien hat sich Ron Shelton einen Ruf als Experte gesichert. Als sehr unterhaltsamer Experte. Nach vergnüglichen Einblicken in die Welt des Baseball, Golf, Basketball und Football dient ihm jetzt der Boxkampf als Spielwiese. Mit den Boxszenen aus "Rocky" oder "Wie ein wilder Stier" vermag er nicht zu konkurrieren - erst recht nicht mit Stallones Enthusiasmus und Scorceses Brillanz und Tiefe.

Dafür ist sein eigenes Drehbuch ein viel zu klischeehaft arrangierter Hahnenkampf ohne Überraschungen. Antonio Banderas und Woody Harrelson arbeiten sowohl das Gros des Unterhaltungswerts als auch manche nicht vorgesehene Substanz heraus. Ihre Rollen als sympathische Underdogs mit psychischem Knick und machohafter Attitüde sind die Grundlage für manch augenzwinkernde Situation. Ron Shelton pariert das meist mit ideenloser Regie, die vor allem Lolita Davidovich als Chauffeuse, die ihre Liebe zu allem Überfluss salomonisch verteilt und Lucy Liu ("Payback") in einem dringend nötigen Intermezzo als giftiges Sexmonster vorsieht.

Letztlich lebt die gefällige Komödie mit ihren zaghaften Kritikansätzen
gegenüber dem halbseidenen Boxbiz von den markant besetzten Schauspielern; die Handlung hingegen ist so abwechslungsreich wie die vorbeiziehende Landschaft des Roadmovie-Teils. Durch den muss man sich nämlich gute eineinhalb Stunden quälen, bis man in dem Final-Fight Zeuge von Sheltons wahrer (und wohl einziger) Leidenschaft wird: die Faszination am Element Sport. Alles andere spielt hier keine Rolle.





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