VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
High Fidelity - Poster
High Fidelity - Poster
© Buena Vista

Kritik: High Fidelity (2000)


Die unglaubliche Leichtigkeit des Seins: Komödien wie „High Fidelity“, die unbeschwert und scheinbar mühelos so liebenswerte Charaktere zeichnen, sind rar. So rar, dass man wohl annehmen darf, dass es besonders schwierig sein muss, Filme zu machen, die nicht besonders schwierig wirken.

Stephen Frears, der Brite, der uns „Gefährliche Liebschaften“ oder „Ein ganz normaler Held“ bescherte, setzt in „High Fidelity“ auf interessante Charaktere und verlegt die Handlung von Nick Hornbys Bestseller-Roman in einen kleinen Plattenladen in Chicago, von dem John Cusack alias Rob und seinen beiden schrägen Asisstenten Dick (Todd Louiso) und Barry (Jack Black) mit Mühe leben können. Dort menschelt es an jeder Ecke – und Rob, der für jede Lebenslage eine Top-5-Liste mit den dazu passenden Songs aufsagen kann, hat wieder mal Beziehungsstress.

Ganz klar: Der arme Rob will nicht erwachsen werden und steckt dabei doch längst in einer Mid-Life-Crisis, die er gemeinsam mit dem Publikum im Kino lösen will. So spricht John Cusack immer wieder direkt durch die Kamera zu uns und drückt dem Film mit diesem theatralischen Zur-Seite-Sprechen einen Woody-Allen-Stempel auf: ein von Vinyl besessener Stadtneurotiker in Chicago, der gewitzte Aphorismen über Liebe, Kummer und den ganzen Rest zum Besten gibt.

„High Fidelity“ ist ein Schauspielerfilm mit einer guten Portion trockenem Humor, vielen netten Einfällen und wunderbaren Gaststars wie Tim Robbins als leicht abgedrehter New-Wave-Guru. Dass eigentlich nicht viel passiert, verzeiht man diesem liebevoll gemachten Streifen gern.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.